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Oschatz Campingplatz Ochsensaal: Eigentümer setzt auf Kraft des Waldes
Region Oschatz Campingplatz Ochsensaal: Eigentümer setzt auf Kraft des Waldes
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09:40 07.06.2016
Wald als Heilmittel gibt es auf dem Campingplatz Ochsensaal, dessen Eigentümer Stephan Göpel nun ist. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Ochsensaal

Drei Jahre lang war Stephan Göpel als Pächter des Campingplatzes am Dammühlenteich tätig. Dass sein Kaufangebot an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) dort nicht sofort auf Gegenliebe stieß und die Behörde das Gelände bei einer Versteigerung anbot, konnte ihn nicht beirren. Weil niemand um den Campingplatz mitgeboten hatte, gab es wieder Gespräche zwischen der Bima und Stephan Göpel.

„Der Campingplatz im Wald ist ein Angebot, das gebraucht wird“, betont Göpel. Das ist zumindest seine Schlussfolgerung aus der Lektüre des Bestsellers „Das geheime Leben der Bäume“ und „Der Biophilia-Effekt“. Der Mensch sei Teil der Natur und fühle sich umso kranker, je mehr er sich von ihr entferne. Deshalb sei der Campingplatz Ochsensaal ein Quell der Gesundheit. Zumindest darin, dass man sich im Wald gut erholen kann, dürften Dauer- wie Kurzzeitcamper dem Bauunternehmer zustimmen. Denn, unabhängig davon, ob sie die gleichen Bücher wie Stephan Göpel lesen: Viele Kunden von Stephan Göpel entfliehen unter den Baumkronen am Dammühlenteich dem Alltag in der Großstadt Leipzig.

Zum Saisonbeginn wurden das alte Laub weg- und das Totholz rausgeräumt. Beleuchtung und Wasser liegen wieder an. Zum Auftakt der neuen Saison hat Stephan Göpel den Spielplatz auf dem Campingplatz erneuert. Neben den bisherigen Spiel- und Fitnessgeräten für die größeren Kinder gibt es hier nun auch Angebote für die Jüngeren unter den mitgereisten Kindern und Enkeln.

Stephan Göpel ist dabei bewusst, dass auf dem Campingplatz mehr nötig ist, als Licht und Wasserleitungen in Ordnung zu halten. „Wir müssen für das gesamte Areal einen Bebauungsplan erarbeiten“, betont der Eigentümer. Anders als mit einem Gesamtkonzept sei es nicht möglich, die Funktionen neu zu ordnen und notwendige Investitionen anzugehen.

Nur ein von den Behörden genehmigter Plan würde die Sicherheit geben, dass alle Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden können. Dabei hat der neue Eigentümer neben Trinkwasser- und Sanitäranlagen auch Rezeption, Aufenthaltsgebäude und Müllentsorgung im Blick. Sei so ein Plan erst einmal genehmigt, dann ließen sich dort verankerte Einzelmaßnahmen relativ einfach umsetzen. Den Plan zu erarbeiten und genehmigt zu bekommen, werde schwierig, aber er sei optimistisch. So wie der Platz jetzt sei, genieße er Bestandsschutz – aber so könne er selbstverständlich nicht bleiben.

Von Axel Kaminski

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