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Oschatz Cavertitz jetzt Teil der sächsischen Wolfsstatistik
Region Oschatz Cavertitz jetzt Teil der sächsischen Wolfsstatistik
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15:49 09.11.2017
Cavertitz

Seit kurzem ist Cavertitz auf der offiziellen Internetseite des Kontaktbüros Wölfe in Sachsen zu finden. Dort sind zwei Vorfälle vom 4. und vom 15. September aufgelistet, bei denen insgesamt elf Schafe gerissen und Wölfe als Verursacher definitiv festgestellt wurden. Laut Gemeindeamt ereigneten sich diese Risse allerdings nicht auf Cavertitzer Flur, sondern auf elbnahen Wiesen in der Nachbarstadt Belgern-Schildau. Cavertitz tauche deshalb in der Statistik auf, weil der Eigentümer der Herde in der Gemeinde wohne.

Wölfe zwischen Bucha und Lampertswalde gesichtet

Zwar gibt es damit offiziell in Cavertitz weder durch den Wolf verursachte Schäden noch Nachweise, aber wolfsfrei ist das Gemeindegebiet allem Anschein nach nicht. „Einwohner haben uns von Sichtungen zwischen Bucha und Lampertswalde berichtet“, sagt Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos).

Auf der Seite des Kontaktbüros Wölfe in Sachsen ist nachzulesen, dass es in der Dahlener Heide ein Wolfsrudel gibt. Dabei stützen sich die Experten auf den Foto-Nachweis von Welpen im Juli 2017. Seit Jahresbeginn 2017 hätten bereits einzelne Wolfsnachweise vorgelegen. Dazu gehört die Sichtung einer Wolfsfähe mit Gesäuge im Frühjahr. Wie groß diese Familie oder dieses Rudel tatsächlich ist, ist unklar.

Von 2002 bis 2015 hat das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen 428 Vorfälle registriert, bei denen das Raubtier als Verursacher vermutet wurde. Dabei wurden 987 Tiere getötet, verletzt oder blieben anschließend vermisst. In 254 Fällen schreiben die Experten diese Vorfälle dem Wolf zu beziehungsweise schließen ihn als Verursacher nicht aus. Dabei seien die Herden in 91 Fällen nicht oder nur unzureichend geschützt gewesen. In diesen 254 Fällen kamen 705 Tiere zu Schaden, darunter 634 Schafe. Von ihnen wurden 590 getötet oder sind vermisst, 44 wurden verletzt.

80 000 Euro für die Schadensregulierung

Im Zeitraum von 2002 bis 2015 wurden in Sachsen rund 80 000 Euro für die Schadensregulierung ausgegeben. Etwa 507 000 Euro flossen in dieser Zeit in den präventiven Herdenschutz.

Weitere Statistiken sind unter www.wolf-sachsen.de zu finden.

Von Axel Kaminski

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