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Oschatz Cavertitzer Bürgermeisterin fährt künftig einen Golf als Dienstwagen
Region Oschatz Cavertitzer Bürgermeisterin fährt künftig einen Golf als Dienstwagen
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14:40 15.06.2016
Christiane Gürth Quelle: Foto: Kay Uhlemann
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Cavertitz

Monatlich 173 Euro netto soll die Leasingrate für den Dienstwagen der Cavertitzer Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos) kosten. Dafür kann sie künftig einen VW Golf Variant „Allstar“ fahren. Bevor dieser Beschluss mehrheitlich im Gemeinderat gefasst wurde, gab es jedoch eine längere Diskussion.

Zunächst riet ihr SPD-Fraktionskollege Dr. Frank Steinmann davon ab, ausgerechnet ein Fahrzeug mit dieser Motorkonfiguration nutzen zu wollen. Die TSI-Motoren seien für ihre Probleme mit defekten Steuerketten bekannt. Für einen ähnlichen Preis könne man da sicher zuverlässigere Modelle leasen. Vielleicht sei es auch sinnvoll, ein Auto mit Hybridmotor ins Auge zu fassen und so noch etwas für die Umwelt zu tun.

Die Bürgermeisterin räumte ein, noch nichts von diesen Steuerketten-Problemen gehört zu haben. Prinzipiell solle es aber schon ein VW oder Opel sein, da diese beiden Marken ein besonderes „Behördenleasing“ anböten.

Ralf Linder, ebenfalls SPD-Fraktion, bedauerte, bei der Vorberatung, in der die Entscheidung für den Dienstwagen fiel, nicht dabei gewesen zu sein. Gürths Amtsvorgängerin habe kein Dienstauto gehabt und das sei auch gegangen. „Ich denke, wir haben mit leeren Kassen zu kämpfen“, betonte Gürths Gegenkandidat bei der Wahl des Cavertitzer Bürgermeisters. In Zeiten, in denen man Sponsoren werbe, um kommunale Vorhaben umzusetzen – wie bei der Anschaffung und Ausstattung von Fahrzeugen für die Feuerwehr – sei so eine Ausgabe nicht nachzuvollziehen.

Kämmerin Ilona Kahle betonte, dass die Alternative zu den 173 nicht Null Euro im Monat seien. Die Kosten der Nutzung des Privatautos würden der Bürgermeisterin mit 30 Cent pro Kilometer ersetzt. Sie lege dienstlich 1000 bis 1500 Kilometer pro Monat mit ihrem Auto zurück.

Lindner blieb dabei, dass er bei dieser Beschlussvorlage „ein großes Problem sieht“. „Ich sehe keins“, entgegnete Mario Röder (SPD). „Das kann man doch jedem Bürger erklären“, befand Mathias Gründel (CDU).

Den Zuschlag auf sein Angebot über die genannten 173 Euro erhielt das Mügelner Autohaus Hirth. Bei der Abstimmung enthielten sich drei Gemeinderäte, Ralf Lindner stimmte gegen die Beschlussvorlage.

Von Axel Kaminski

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