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Oschatz Chatten und Surfen – in der Döllnitzbahn geht es zurzeit noch nicht
Region Oschatz Chatten und Surfen – in der Döllnitzbahn geht es zurzeit noch nicht
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20:06 13.02.2019
WLAN-Hotspots in den Bussen der Omnibus-Verkehrsgesellschaft „Heideland“ werden sukzessive eingerichtet. Quelle: dpa
Mügeln

Die Omnibus-Verkehrsgesellschaft „Heideland“ teilte Anfang der Woche mit, dass in ihren Bussen schrittweise die Möglichkeit der Nutzung eines WLAN-Hotspots eingerichtet wird. Für ihren Weg zur Schule und zurück nutzen zwischen Mügeln und Oschatz eine Reihe von Kindern und Jugendlichen die Döllnitzbahn. Ob man auch in diesem Verkehrsmittel bald das Internet nutzen kann, wollte die Oschatzer Allgemeine von Ingo Neidhardt, Geschäftsführer des Eisenbahnunternehmens wissen.

Stromversorgung reicht derzeit nicht für Hotspot

Nach seiner Auskunft genügt die in den von Dieselloks gezogenen Zügen vorhandene Stromversorgung nicht, um einen Hotspot zu betreiben. Der inzwischen ausgeschiedene Oschatzer Stadtrat Albert Pfeilsticker hatte die Idee des freien WLANs im Zug bereits vor vier Jahren geäußert. Seine Befürchtung war, dass die Döllnitzbahn Fahrgäste verlieren könnte. Besonders Schüler, die die Bahn nutzen, könnten sich für den Bus entscheiden, wenn sie die Wahl hätten, ein Verkehrsmittel mit oder eins ohne freien Internetzugang zu benutzen.

In dieser Hinsicht bietet der umgebaute Triebwagen, der ab März zum Einsatz kommen werde, nach Auskunft des Döllnitzbahn-Geschäftsführers, bessere Voraussetzungen. Allerdings nicht im Beiwagen, der in Kürze angeliefert werden soll. „Eine technische Ausstattung dafür gibt es jedoch noch nicht“, betonte er. Das Unternehmen werde aber prüfen, ob WLAN im Zug realisiert werden könne.

Dabei müsse man neben technischen auch wirtschaftliche Aspekte und den Sinn eines solchen Angebotes im Blick haben. „Wenn entlang unserer Strecke die Abdeckung mit 4G- oder später auch 5G-Technologie durchweg vorhanden ist, besteht für einen von uns betriebenen Hotspot keine Notwendigkeit“, stellt Ingo Neidhardt fest. Zudem seien dazu noch nicht alle rechtlichen Fragen geklärt, insbesondere die Haftung beim Hochladen von Inhalten aus solch einem WLAN-Netz heraus.

Von Axel Kaminski

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