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Oschatz Chinesisches Interesse für Förderung ländlicher Regionen
Region Oschatz Chinesisches Interesse für Förderung ländlicher Regionen
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06:26 29.05.2018
Marie Künstling (2.v.l.) vor der IAK Agrar Consulting mit den chinesischen Gästen im Management der Leader-Region "Sächsisches Zweistromland-Ostelbien" Quelle: Axel Kaminski
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Kemmlitz

In der vergangenen Woche war eine chinesische Delegation im Kemmlitzer Büro des Planernetzwerkes zu Gast. Deren Interesse galt der Managementtätigkeit, die das Büro für die Leader-Region „Sächsisches Zweistromland-Ostelbien“ leistet.

Nachdem Matthias Müller, Vorsitzender des Leader-Vereines dieser Region, die Gäste begrüßt und die „großzügige Unterstützung der ländlichen Regionen durch Europa“ gewürdigt hatte, stellte Holger Schilke die Förderregion vor. Außerdem erläuterte er die Aufgaben des Regionalmanagements und erklärte, welchen Part die einzelnen Akteure, also Management, Verein, regionales Entscheidungsgremium und Landratsamt spielen.

Auf einige Heiterkeit stießen die von Holger Schilke vorgestellten Formulare, zum Beispiel jenes, womit die beantragten Maßnahmen bewertet und gewichtet werden. Hoch war dagegen die Aufmerksamkeit der Gäste, als Holger Schilke die Förderschwerpunkte aufzählte. Als er und Holger Reinboth sie auf Wunsch der Chinesen im Detail erläuterten, machten diese sich umfangreiche Notizen. Stolz erläuterte Holger Schilke, dass in den vergangenen drei Jahren im Fördergebiet 40 junge Familien bei der Wiederbelebung oder Umnutzung alter ländlicher Bausubstanz zu Wohnzwecken unterstützt worden seien.

Nachfragen hatten die Gästen auch zur Möglichkeit, die Sanierung von Kulturdenkmalen, zum Beispiel Kirchen, aus dem europäischen Fördertopf zu finanzieren. Erstaunt waren sie, dass die Anschaffung von Fahrzeugen unterstützt werde. Dazu erläuterte Holger Reinboth, dass diese nur für Vereine und den Gemeinbedarf möglich sei. Nachfragen seitens der Gäste gab es dazu, wer neben der Europäischen Union den Fördermitteltopf speist und wie hoch die Förderquoten sind.

Der Besuch der chinesischen Gäste war Teil der Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung und der Volksrepublik China im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Agrarzentrums.

Von Axel Kaminski

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