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Christbäume im Häcksler

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Jährlich regen sich Millionen von Konsumenten über die Inflationsrate auf. Doch den schnellsten und höchsten Wertverlust hat immer noch der Weihnachtsbaum.

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467 alte Weihnachtsbäume sammelten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz am vergangenen Wochenende im Oschatzer Stadtgebiet ein.

Quelle: Dirk Hunger

Region Oschatz. Von Hagen Rösner

Der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz, Martin Klemm zeigte sich mit der Weihnachtsbaum-Einsammlung 2014 zufrieden. "Seitens der Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz gab es keine Beanstandungen", sagte Klemm gestern gegenüber der OAZ.

Er musste aber auch feststellen, dass nur die wenigsten Oschatzer das Angebot des Unternehmens wahrgenommen haben. Geht man davon aus, dass jeder Oschatzer Haushalt beim vergangenen Weihnachtsfest einen Baum aufstellte, dann müssen im Stadtgebiet rund 5200 Weihnachtsbäume gestanden haben. Doch die Abfallwirtschaft sammelte am vergangenen Sonnabend mit dem Pressfahrzeug im Stadtgebiet nur 467 Bäume ein. Das entspricht neun Prozent. Daraus bleibt zu schlussfolgern, dass die meisten alten Oschatzer Weihnachtsbäume entweder auf dem Komposthaufen oder im Kamin landen. Außerhalb der Stadt dürfte diese Entsorgungsquote sogar noch höher liegen. Allerdings sind die Bäume, die auf der Umladestation in Rechau abgegeben worden, nicht in die Rechnung einbezogen.

Beim Einsammeln der Bäume hatten die Ato-Mitarbeiter vor Ort nichts zu meckern. "Sowohl für die spätere energetische Verwertung der Bäume als auch für die Kompostierung ist es erforderlich, das die Bäume ohne Rückstände von Schmuck abgegeben werden. Unsere Hinweise in den Bekanntmachungen wurden von allen Weihnachtsbaumbesitzern befolgt", erläutert Martin Klemm.

Am Sonnabend liefen dann auf dem Betriebshof in Rechau die Häcksler warm. Sie verwandelten die rund 500 Bäume in Späne. "Die Abfallwirtschaft unterhält mit mehreren Holz- beziehungsweise Biomassekraftwerken vertragliche Beziehungen. Diese führen die Späne dann einer thermischen Verwertung zu", so Klemm. Beliefert werden beispielsweise die Danpower GmbH in Delitzsch und in Elsterwerda. Insgesamt ergaben die geschredderten Oschatzer Weihnachtsbäume ein Gesamtgewicht von rund 2,3 Tonnen. Wie viel Kilowattstunden Strom oder Heizwärme daraus gewonnen wurden, konnte Klemm nicht beantworten. "Uns liegen leider keine Heizwertanalysen für geschredderte Weihnachtsbäume vor", so der Geschäftsführer. Allerdings liege der Heizwert von trockenem Nadelholzhäcksel bei rund 800 Kilowattstunden pro Schüttraummeter.

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