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Collm-Läufer im vorderen Drittel

Collm-Läufer im vorderen Drittel

Zum ersten Mal gab es beim Rennsteig-Staffellauf eine Mannschaft, die sich die "Collm-Läufer" nennen konnte. Die Aktiven stammten aus Ortschaften rund um den Collm und trainierten auch regelmäßig an der höchsten Erhebung in der Leipziger Tieflandsbucht.

Hörschel/Oschatz .

 

Eines stand vor dem Start fest: Probleme mit Hitze würde es nicht geben. Bei Temperaturen von zwölf Grad Celsius (5 Uhr) bis 22 Grad Celsius (19 Uhr) herrschte optimales Laufwetter. Seit die Anmeldung Anfang Januar geglückt war - nach drei Minuten waren alle 230 Startplätze vergeben - fieberten die Teilnehmer dem Ereignis entgegen. Als Läufer hat man nicht oft die Gelegenheit, als Mannschaft aufzutreten. Eine so große vereinsübergreifende Staffel, die sich aus Mitgliedern des LRC Mittelsachsen, des SV Traktor Naundorf und vereinslosen Läufern zusammensetzte, hatte es bisher noch nicht in der Collm-Region gegeben.

 

Fünf Männer und fünf Frauen für die Collm-Region

 

Mit Elfi Rose, Rainer Conrad, Jens Badstübner, Nadja Zabell, Jenö Kunfalvi, Martin Salanga, Rosemarie Gruhne, Anne-Kathrin Müller, Wallfried Heinicke und Anita Häußler nahmen in dieser Reihenfolge fünf Männer und fünf Frauen den Kampf um eine gute Platzierung in der Mix-Wertung auf. Als Ersatzläuferin hatte sich Ilka Grundmann zur Teilnahme bereit erklärt. Organisiert wurde das Ereignis für die Oschatzer Läufer von Anita Häußler.Sie hatte bei ihrem alten Verein bereits Staffellauf-Luft in Thüringen schnuppern können. Zahlreiche Sponsoren unterstützten die Collm-Läufer mit Fahrzeugen und Trikots.

 

Nach einer relativ kurzen Nacht auf der Luftmatratze oder Isomatte fiel um 5 Uhr der Startschuss für den Rennsteig-Staffellauf. Zuvor hatten sich alle Mannschaften traditionsgemäß einen kleinen Stein aus der Selbitz geholt, um diesen die 171,3 Kilometer lange Strecke von Blankenstein nach Hörschel bei Eisenach zu transportieren. Die Collm-Läufer gingen mit großem Ehrgeiz an ihre Etappen. Aus der Erfahrung mit Zehn-Kilometer-Wettkämpfen schlugen die meisten Aktiven ein Tempo von 14 bis 17 Kilometer pro Stunde an. Nur die drei Starter, die über 20 Kilometer liefen, teilten sich ihre Kräfte anders ein. Sie hatten auf ihrem Abschnitt außerdem den Großen Beerberg (973 Meter) und den Großen Inselsberg (916 Meter) zu bezwingen.

 

Schmerzen und Orientierungsprobleme

 

Ganz ohne Missgeschicke lief der anstrengende Wettkampftag nicht ab. So verliefen sich zwei Sportfreunde, was vorkommen kann, wenn weit und breit kein anderer Läufer zu sehen ist. Zwei andere klagten über zum Teil heftige Schmerzen. Sie nahmen Tempo aus dem Rennen und quälten sich ins Ziel. Die Schlussetappe nach Hörschel lief Anita Häußler. Auf den letzten 500 Metern standen die Sportler, die auf ihre Mannschaftskameraden warteten, an der Strecke. Auch die "Collm-Läufer" waren dort versammelt, um gemeinsam ins Ziel zu laufen. Nach 15 Stunden und 14 Minuten kamen sie an und belegten den 21. Platz von 64 gestarteten Mix-Mannschaften.

 

Trotz großen Ehrgeizes wurden bei dieser Veranstaltung Zusammengehörigkeitsgefühl und Spaß groß geschrieben. Das spiegelte sich auch in den fantasievollen Namen der Teams, wie "Die fantastischen Zehn", "Kenias letzte Reserve" oder "Nu Pagadi", wider.

 

Im kommenden Jahr wollen sich die Läufer aus der Collm-Region wieder dieser Herausforderung stellen. Dazu müssen sie bereits Anfang Januar ihre Schnelligkeit am Computer unter Beweis stellen, um sich einen der Startplätze zu sichern.

Anita Häußler

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