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Oschatz Collm-Region vom Winde verweht
Region Oschatz Collm-Region vom Winde verweht
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15:00 12.03.2017
Axel Kaminski Quelle: ALL
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Collm-Region

Windkraft ist – diesen Eindruck gewinnt man immer wieder – nur bei zwei Gruppen beliebt: bei den Grünen und den Investoren. Bei vielen anderen stößt sie auf Ablehnung. Welche Konsequenzen es hat, Windkraft zu missachten, zeigte sich bereits zweimal an der S 28 bei Bornitz. Da hatte frei umherstreunender, durch Windräder nicht gebändigter Wind einfach Wegweiser umgelegt.

Völlig auf Windkraft verzichten will man künftig am Oschatzer Bahnhof. Die meisten zerschlagenen Scheiben sind mit Platten vernagelt und das Dach ist nun auch wieder dicht. Nun soll das Gebäude so weit saniert werden, dass der Ticketschalter vom benachbarten Container in das Empfangsgebäude einziehen kann, ohne dass der Wind durch die Halle weht. Das hat sich die Stadt auf ihre – im Wind wehenden? – Fahnen geschrieben. Völlig außen vor ist, dank der Deutschen Bahn und hirnloser Rowdys, der Wind aber auf dem Oschatzer Bahnhof nicht. In den meisten Wartehäuschen sowie an der Einhausung der Treppen zum Tunnel hat Glas Seltenheitswert und ist noch nicht überall durch Pressspanplatten ersetzt worden. Gute Chancen also, sich den Wind ins Gesicht blasen zu lassen.

Umstritten ist die Rolle, die der Wind bei der Suche nach einem aus dem Fachkrankenhaus Hubertusburg abgängigen Patienten gespielt hat. Haben die vom Hubschrauber aufgewirbelten Böen den Mann zwei Stunden nach Abbruch der Suche aus der Luft aus dem Wald geweht?

Wind ist also nicht zu unterschätzen. Man muss sich aber nicht in jeder Lebenslage vor ihm schützen wollen. Man kann ihn auch genießen, zum Beispiel in den Windbeuteln, in denen die Bäcker der Region ihn jeden Tag bändigen.

Von Axel Kaminski

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