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Oschatz Collmer Albertturm braucht neue Treppe
Region Oschatz Collmer Albertturm braucht neue Treppe
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15:00 27.02.2016
Nach der Sanierung der Turmkrone soll es mit der Treppe am Albertturm weitergehen, dafür empfehlen Planer einer Metallkonstruktion. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Collm

Die Wermsdorfer Gemeinderäte halten an ihren Plänen, den Albertturm zu sanieren, fest. Auf der Sitzung am Donnerstag im Alten Jagdschloss fassten sie den Grundsatzbeschluss zur Durchführung und Finanzierung des 2. Bauabschnittes – Voraussetzung, um jetzt Fördermittel zu beantragen.

Dabei geht es um die Treppe des Wahrzeichens auf dem Collm. Wie Bürgermeister Matthias Müller (CDU) informierte, sei eine Erneuerung dringend nötig, da die gemauerte Geländerbrüstung mittlerweile in einem wirklich schlechten Zustand sei. Nach einem Vor-Ort-Termin hätten Planer darauf hingewiesen, dass die früheren Reparaturen und der aufgetragene Spritzguss nicht wirklich nachhaltig waren, der Stein sei porös, die Eisenklammern im Mauerwerk korrodiert. „Die Maßnahmen damals sind auch unter Kostendruck durchgeführt worden, für bessere Möglichkeiten fehlte offenbar das Geld“, so Müller.

Das zuständige Ingenieurbüro empfehle nun den Abriss des alten Brüstungsmauerwerks und eine neue Tragkonstruktion aus Metall. „Wo es geht, sollen die alten Treppenstufen aus Grauwackeplatten erhalten bleiben, der überwiegende Teil muss aber erneuert werden mit Stufen und Podesten aus Granitplatten“, führte der Bürgermeister aus. Zwar wäre die Metallbrüstung ein neues Element am Aussichtsturm auf dem Collm, könnte aber ansprechend gestaltet werden. „Da gibt es passende Lösungen, die gut aussehen und aus der Ferne ohnehin nicht zu unterscheiden sind. Der Vorteil der Metallkonstruktion ist eindeutig seine Langlebigkeit, unsere Generation müsste sich dann über diese Treppe keine Gedanken mehr machen“, unterstrich er.

Die erste Kostenschätzung gehe von mehr als 350 000 Euro für die Sanierung im zweiten Bauabschnitt aus. Umgesetzt werden könne dies nur, wenn die Gemeinde Fördermittel erhalte. Unterdessen sammelt der Heimatverein Collm weiter Spenden für die nötigen Eigenmittel. „Wir sind sehr dankbar für dieses Engagement und natürlich in der Verantwortung, diese Spenden auch nachhaltig einzusetzen. Deshalb brauchen wir eine Lösung, mit der wir möglichst lange Ruhe haben“, sagte Matthias Müller.

Die Gemeinde hat bereits an das Landesamt für Denkmalpflege appelliert, der Variante mit Metallbrüstung zuzustimmen. Man setze auf die Unterstützung der sächsischen Behörde, schließlich habe die Kommune 2010 den Albertturm vom Freistaat übernommen, damit dieser als Ausflugsziel weiter zugänglich sei. 2013 und 2014 wurde bereits die Turmkrone saniert, was rund 130 000 Euro kostete, wovon Wermsdorf 40 000 Euro übernahm.

Von Jana Brechlin

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