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Oschatz Countdown für Wiedereröffnung des Dahlener Rewe-Marktes läuft
Region Oschatz Countdown für Wiedereröffnung des Dahlener Rewe-Marktes läuft
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00:18 03.03.2017
An der Fassade des im Umbau befindlichen Dahlener Rewe-Marktes in Dahlen sind derzeit Stahlbauer und Glaser tätig.
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Dahlen

Seit etwas mehr als einem halben Jahr finden die Kunden des Rewe-Marktes ihr Sortiment in einem Zelt. „Wir haben hier die Hitze Anfang September erlebt, aber der Winter war wesentlich anstrengender“, sagt Sandra Burkhard, Eigentümerin des Marktes.

Man habe zeitweise aller zwei Tage eine Öllieferung bekommen, um diese Übergangs-Verkaufsstelle zu beheizen. Das mag die Kundschaft nicht so bemerkt haben, denn zum Einkaufen hält man sich nicht stundenlang hier auf. „Manchmal lag am Montagmorgen die Temperatur hier drin nur knapp über dem Gefrierpunkt“, berichtet Sandra Burkhardt.

Mitarbeiterinnen fiebern Umzug entgegen

Der Tiefkühlware habe das nicht geschadet, für die Blumen sei es gut gewesen, aber das Olivenöl im Regal sei schon sehr zähflüssig geworden. Da die Fußsohlen nur durch dünne Platten von den dringend benötigten Parkplätzen getrennt sind, sei es in den vergangenen Wochen auch von unten her ständig kalt gewesen. Aus dieser Sicht freue sie sich über die steigenden Temperaturen. Noch mehr fiebere sie – wie ihre Mitarbeiterinnen – dem Umzug in das feste Gebäude entgegen. „Ich war noch nie ein Fan von Campingurlaub – und das hat sich durch unsere Zeit im Zelt auch nicht geändert“, lautet das Fazit der Marktleiterin zu den vergangenen Wochen.

Die Kunden hätten seit dem Umzug eine Menge aushalten müssen. Nicht wegen des Sortimentes. Das sei nach wie vor breit. Einschränkungen habe es bei Werbeartikeln gegeben und bei Waren abseits der Nahrungsmittel. Aber die drastische Verkleinerung des Parkplatzes, häufige Kontrollen der Parkordnung und ein mit dem Einkaufswagen nur schwer befahrbarer Weg vom Parkplatz zum Markt im Zelt hätten der Kundschaft einiges abverlangt. „Ich bin froh über jeden Kunden, der uns die Treue gehalten hat“, betont Sandra Burkhardt. Und hofft darauf, dass zur Neueröffnung viele, die diese Mühe gescheut hatten, wieder den Weg zurück finden.

Umsatz ist eingebrochen

Wirtschaftlich haben diese Hindernisse für die Kunden Spuren hinterlassen. „Unser Umsatz ist zum Teil um 70 Prozent eingebrochen“, erläutert Sandra Burkhardt. Statt rund 120 000 Euro pro Woche seien nur noch 45 000 Euro umgesetzt worden. Mittlerweile stehe man etwas besser da, dennoch habe sie einen Kredit aufnehmen müssen. „Ich wollte meinen Leuten nicht kündigen, denn ich brauche sie ja alle drüben im neuen Markt“, betont sie.

Das Ende des Zelt-Handels und der Umzug in den neuen Markt sind nun in Sicht. Beide Termine fallen aber nicht aufeinander. Ursprünglich war die Eröffnung für den 1. März geplant gewesen. Nun sei der 12. April, also der Mittwoch vor Ostern, gesetzt. Zuvor müssen im umgebauten Markt die Regale aufgebaut und gefüllt werden. Letzter Öffnungstag im Zelt sei bereits der 11. März. An jenem Sonnabend werde es Rabatte auf Obst, Gemüse, Tiefkühlware, Frischeartikel und Molkereiprodukte geben. In der Woche darauf werde man zwei oder drei Tage Zeit haben, um das Zelt auszuräumen. Die Frage sei nur – wohin damit? Bis jetzt hat Sandra Burkhardt nach eigenen Angaben keine Information dazu, ob im neuen Markt schon eine Ecke zur Lagerung zur Verfügung stehen werde. „Wir hängen da ein wenig in der Luft“, erläutert sie. Die Zeit bis zum Beginn des Einräumens im neuen Markt müsse man mit Urlaub überbrücken.

Am 1. August wird gefeiert

Nach einer großen Feier zur Neueröffnung sieht es derzeit nicht aus. „Das Fest hebe ich mir für den 1. August auf. Dann habe ich als Eigentümerin zehnjähriges Jubiläum“, erläutert Sandra Burkhardt. Dennoch würden die Kunden am 12. April Grund zur Freude haben – nicht nur wegen des dann komplett zur Verfügung stehenden Parkplatzes. Mit der Neueröffnung werde es ein deutlich breiteres Angebot an Backwaren im Markt, dazu einen Bäcker in der Vorkassenzone, der dort auch ein Café mit rund 50 Plätzen betreiben wird, geben. Die Zahl der Leergutautomaten steige auf drei, die der Kassen auf vier. Ausgeweitet werde das Bio-Sortiment. Und über Hitze oder Kälte müsse sich dann niemand mehr Gedanken machen – der neue Markt hat Heizung und Klimaanlage.

Von Axel Kaminski

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