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DRK-Kreisverband Torgau-Oschatz investiert in ehemaliges Feuerwehrdepot

Neues Domizil DRK-Kreisverband Torgau-Oschatz investiert in ehemaliges Feuerwehrdepot

Baustelle in Zentrumsnähe: Der Kreisverband Torgau-Oschatz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) investiert ab diesem Monat in sein neues Domizil in der Reithausstraße. Im vergangenen Jahr hat der Verband die Immobile gekauft. In der ehemaligen Feuerwache sollen alle Angebote des DRK gebündelt werden.

Das ehemalige Feuerwehrdepot in der Reithausstraße bietet genug Platz für alle Bereiche des DRK-Kreisverbandes Torgau-Oschatz.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. In diesem Monat beginnen die Arbeiten im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus in der Reithausstraße. Die Immobilie, ursprünglich eine Reithalle, hatte die Stadt bereits im vergangenen Jahr an den Torgau-Oschatzer Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verkauft. Dieser beabsichtigt, hier zu investieren und alle seine derzeit im Stadtgebiet verteilten Angebote unter einem Dach zu bündeln. Geschäftsführerin Anne Lissner erläuterte der Oschatzer Allgemeinen unlängst Details bei einem Vor-Ort-Termin in dem Gebäude.

Zentrale Anlaufstelle in Oschatz

Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des DRK werden künftig an einem Ort zentral in der Stadt zusammenarbeiten. Anne Lissner sieht darin vor allem die Möglichkeit, die Arbeitsbereiche und Angebote des sozialen Dienstleisters noch besser zu verzahnen. Das Nutzungskonzept sieht folgende Aufteilung für die Räumlichkeiten vor: Im Erdgeschoss entsteht die Fahrzeughalle, wo zuvor bereits die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr ihren Platz hatten. Des weiteren wird eine Werkstatt eingerichtet und erhalten die vier DRK-Ortsvereine der Collm-Region in Oschatz, Dahlen, Sornzig und Naundorf Lagerräume. Ferner werden das Archiv, die von der Öffentlichkeit stark frequentierte Kleiderkammer zur Promenade hin und im hinteren Bereich der Fahrdienst untergebracht sein.

Im Obergeschoss zieht die Sozialstation mit integrierter ambulanter Tagespflege ein, hier soll ein Fahrstuhl eingebaut, Terrassen und Balkons neu geschaffen werden. Therapie- und Ruheräume gehören ebenso zu dem Bereich wie ein Pflegebad. Außerdem bekommt die Buchhaltung und Verwaltung im Obergeschoss Büro- und Beratungsräume eingerichtet – dort wo die Feuerwehr einst ihren Versammlungsraum hatte.

Aufenthaltsräume, eine Gemeinschaftsküche in der einstigen Feuerwehrküche und Umkleideräumlichkeiten runden die Einrichtung ab. Laut Anne Lissner werden bis zu 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein- und ausgehen und jeder Quadratmeter der weitläufigen Immobilie mit neuem Leben erfüllt.

Entgegen anders lautenden Gerüchten bleibt die Rettungswache an ihrem bisherigen Standort unweit der Collm-Klinik bestehen und wird nicht in die Reithausstraße umziehen. Lediglich der Ortsverein Oschatz hat sich bereits in dem neu erworbenen Haus eingerichtet.

Außengelände wird kaum verändert

Mit vergleichsweise geringem Aufwand geht der Kreisverband die Umgestaltung die früheren Räume der Jugendfeuerwehr an. Die neue Nutzung ist in einem ähnlichen Bereich eingesiedelt, denn das Ausbildungszentrum für den Erste-Hilfe-Bereich wird künftig an dieser Stelle zu finden sein.

Auf dem Außengelände der ehemaligen Reithalle wurd es nur geringfügige Veränderungen geben. Sichtbar wird davon zunächst die Sanierung der Fassade des denkmalgeschützten Hauses erfolgen. Anschließend erhalten die Mitarbeiter und Beschäftigten hier Parkplätze.

Insgesamt schlägt das Vorhaben des DRK:Kreisverbandes mit 823 000 Euro zu Buche. Gefördert wird der Erwerb und die Sanierung der Immobilie durch das Förderprogramm Stadtumbau Ost, an dem auch die Stadtverwaltung Oschatz zu einem Drittel beteiligt ist. Aus diesem Topf fließen insgesamt 54000 Euro. Weitere Fördermittel erhält der Kreisverband zweckgebunden von der Deutschen Fernsehlotterie (181 000 Euro). Die restlichen notwendigen Eigenmittel bringt der Verband laut Anne Lissner durch eigenes Vermögen und eine Kreditaufnahme auf.

Die ehemalige Sozialstation des DRK in der Dresdener Straße 38 ist inzwischen von einer jungen Familie erworben wurden, die sie als Wohnhaus ausbauen möchte. Das Gebäude in der Oschatzer Brüderstraße ist nach Angaben Anne Lissners ebenfalls verkauft. Hier ist das DRK bis Mitte kommenden Jahres und dem erfolgten Umzug noch eingemietet.

Von Christian Kunze

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