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Oschatz DRK-Kreisverband Torgau-Oschatz zieht in früheres Feuerwehrdepot um
Region Oschatz DRK-Kreisverband Torgau-Oschatz zieht in früheres Feuerwehrdepot um
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00:39 28.04.2018
Über 30 Helfer und Mitarbeiter packten gestern beim Umzug in die Reithaustraße kräftig zu. Auch Geschäftsführerin Anne Lissner, Bereichsleiterin Juliane Hoffmann und Vorstandsmitglied Manuela Schwarz (v.l.) schleppen emsig Kisten.
Oschatz

Nach reichlich einem Jahr Bauzeit haben am Freitag die Mitarbeiter des DRK Kreisverbandes Torgau-Oschatz mit Unterstützung von Ehrenamtlern, Familienangehörigen und Bewohnern der Oschatzer Asylunterkunft die ersten Räume im neuen Oschatzer Domizil an der Reithausstraße bezogen. Der DRK-Kreisverband hatte die Immobilie des ehemaligen Oschatzer Feuerwehrdepots zuvor von der Stadt Oschatz erworben. Ziel war, die bisherigen Standorte in der Brüderstraße, der Goethestraße und Dresdner Straße an einem Ort zu etablieren. Seine Immobilie in der Brüderstraße hatte der Kreisverband deshalb schon zuvor veräußert.

Bauarbeiten begannen vor einem Jahr

„Vor rund einem Jahr begannen die Bauarbeiten zum Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes“, blickt Geschäftsführerin Anne Lissner zurück. Trotz der Verschiebung des Umzugstermins um acht Wochen ist vieles noch nicht fertig und wahrscheinlich wird es noch bis Jahresende dauern, bis die letzten Handwerker im Haus verschwunden sind. Rund 25 Firmen aus der Region führten und führen die Arbeiten durch. Architekt Torsten Heinrich schuf die Pläne nach den Wünschen und Ideen der DRK-Mitarbeiter. Immerhin mussten beispielsweise eine neue Treppenanlage, ein behindertengerechter Aufzug eingebaut werden und eine gänzlich neue Raumaufteilung auch baulich umgesetzt werden. „Mit dem Denkmalschutz hatten wir keine Probleme, da die äußere Hülle erhalten blieb“, so Lissner.

Insgesamt 823 000 Euro investiert

Insgesamt investiert der Kreisverband mit dem Vorhaben einschließlich dem Kauf des Grundstücks 823 000 Euro in die Zukunft an seinem Oschatzer Standort. Auch Fördermittel erhält das DRK für das Projekt. So kommen 181 000 Euro von der Deutschen Fernsehlotterie, weitere aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost. Dem Vorstand war wichtig, hier nicht nur für die 60 Mitarbeiter in der Verwaltung, dem Fahrdienst, der ambulanten Pflege und der Tagespflege sowie der Kleiderkammer gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. „Auch für die Arbeit unserer Ehrenamtlichen gibt es künftig hier beste Bedingungen beispielsweise für Schulungen und Kursangebote“, erklärt die Geschäftsführerin. Auch der Katastrophenschutz zieht mit um.

Eine kleine Änderung zum ursprünglichen Plan gebe es allerdings. Die Tagespflege wird in der Goethestraße verbleiben. Zu Jahresende wird eine weitere Tagespflege eröffnet, die dann im neuen Domizil zusätzlich mit 15 Plätzen öffnet.

Ab Montag wieder normaler Betrieb

Seit Wochen wurde der Umzug vorbereitet. „Am meisten fürchteten wir uns davor, das Archiv auszuräumen“, sagt Manuela Schwarz, Mitglied des Vorstandes, und dirigiert einige Helfer mit Kartons und Möbeln, die aus den Fahrzeugen und von Hängern abgeladen werden. „Ab Montag soll, bis auf die Kleiderkammer, hier der normale Betrieb wieder losgehen. Schon heute waren wir wieder telefonisch unter unserer Rufnummer 90200 zu erreichen. Internet und Computer sind schon angeschlossen“, ergänzt Anne Lissner. Nach einer Woche soll dann auch die Kleiderkammer montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr wieder öffnen. Auch die Altkleidersammelcontainer werden künftig an der Reithausstraße ihren neuen Platz haben.

Von Bärbel Schumann

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