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DRK Torgau-Oschatz: Einblicke ins Kreisauskunftsbüro

DRK Torgau-Oschatz: Einblicke ins Kreisauskunftsbüro

Das Kreisauskunftsbüro (KAB) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gehört zu den eher weniger bekannten Abteilungen des Verbandes. Über ihre Aufgaben spricht die Oschatzer Allgemeine mit den beiden Oschatzern Bernhard und Magdalene Eiselt.

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Magdalene und Bernhard Eiselt aus Oschatz gehören zum DRK-Kreisauskunftsbüro. Den beiden Oschatzern gefällt diese Arbeit sehr gut.

Quelle: Sven Bartsch

Sie und weitere zehn Mitglieder bilden diesen Bereich des Torgau-Oschatzer DRK.

 

"Seit 2006 bin ich beim Fahrdienst des DRK Torgau-Oschatz und habe vom Kreisauskunftsbüro erfahren", erklärt Bernhard Eiselt. Diese Aufgabe habe ihn und seine Frau damals begeistert. "Das ist wirklich eine interessante Arbeit", ergänzt Magdalene Eiselt. Beide gehen kurz auf den Ursprung ein. Sie führen genau das fort, was Henry Dunant (1828-1910), der Gründer des Roten Kreuzes, begonnen hat: Menschen zu helfen, die in Not sind.

 

Zum Einsatz gekommen ist das Kreisauskunftsbüro zur Hochwasserkatastrophe 2006 in Torgau. "Wir bekommen einen Anruf, dass wir uns an einem bestimmten Ort einfinden sollen. Dort liegen die notwendigen Utensilien bereit wie Notebooks und Registrierungskarten", so Bernhard Eiselt. Es gehe darum, Menschen die aus einer Gefahrensituation herausgeholt wurden oder Verletzte, von der Aufnahme bis zur Entlassung zu begleiten. Und damit niemand vergessen wird, werde die Arbeit mehrmals abgesichert.

 

Die Informationen würden nicht nur im Computer festgehalten, sondern auch auf Papier in einer Kartei. Außerdem würden die Karteikarten alphabetisch auf einem Tisch ausgelegt. Und Tagebuch werde extra noch geführt.

 

Auf diese Weise seien zur Flut in Torgau bedürftige Bürger registriert worden, die damals Obdach in der Rosental-Sporthalle in Oschatz gefunden hatten.

 

"Es gibt zum Beispiel sogenannte Begleitkarten, Karten für Verletzte, Ausweis- und Bezugskarten, eine Schicksalsmeldekarte und Meldekarten für Einsatzkräfte", so die beiden DRK-"Kap's". Falls jemand gesucht werde, könne sein Weg lückenlos nachvollzogen werden.

 

"Es ist wichtig, dass in dieser Situation alle an einem Strang ziehen und den Überblick behalten, dass jeder seine Aufgabe kennt, so zum Beispiel der Fahrdienst mit seiner Chefin Manuela Schwarz", unterstreicht das DRK-Mitglied Eiselt.

 

Ebenso notwendig seien regelmäßige Weiterbildungen in Erster Hilfe oder Psychologie und Literatur wie die Broschüre "Das Auskunftswesen bei Konflikten und Katastrophen". Übungen wie bei Tyczka-Minol im vergangenen Jahr seien Pflicht, denn so könne das Wissen erweitert und gefestigt werden. Da gehe es immer um einen simulierten Katastrophenfall. Und wenn es jetzt einen Ernstfall gebe, sei das Auskunftsbüro perfekt vorbereitet.

 

So wie das Ehepaar Eiselt gibt es viele Ehrenamtliche beim DRK. Ohne sie kann der DRK-Auftrag nach Dunant nicht erfüllt werden. "Wir würden uns sehr über weitere Mitstreiter freuen", so Bernhard Eiselt.

 

i Weitere Informationen unter: www.drk-to.de

Gabi Liebegall

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