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Oschatz DRK entschuldigt sich nach Schulbus-Unfall
Region Oschatz DRK entschuldigt sich nach Schulbus-Unfall
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16:13 06.06.2018
Dieser Kleinbus, in dem sieben Schüler transportiert wurden, war am 24. Mai zwischen Naundorf und Hof verunglückt. Zu größeren Verletzungen kam es nicht. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Oschatz

Es war ein Schock für die Eltern der sieben Kinder, die vorvergangene Woche bei einem Unfall zwischen Naundorf und Hof verletzt worden waren.

Ein kleiner Schulbus – organisiert vom Fahrdienst des Kreisverbandes Torgau-Oschatz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) – verunglückte am 24. Mai, nachdem der Fahrer des Kleinbusses laut Polizeiangaben die Vorfahrt eines anderen Autos nicht beachtet hatte und mit ihm zusammengestoßen war.

Kinder haben Krankenhausaufenthalt „tapfer gemeistert“

Glücklicherweise wurde dabei niemand lebensbedrohlich verletzt. Die Kinder, die allesamt die Lernförderschule sowie die Schule für geistig Behinderte in Oschatz besuchen, mussten dennoch im Krankenhaus behandelt werden. Alle hätten dies aber tapfer gemeistert und „den Schock mehr oder weniger gut überwunden“, teilte Manuela Gäbler, Mutter eines Kindes, gegenüber der OAZ am vergangenen Freitag mit.

Zugleich äußerte sie Unmut darüber, dass die Verantwortlichen des DRK sich noch nicht bei den betroffenen Kindern und Eltern gemeldet und sich für den Vorfall entschuldigt hätten. „Von einem Verein, der sich Grundsätze wie Menschlichkeit auf die Fahne geschrieben hat und besorgt um hilfsbedürftige Menschen sein sollte, hätten wir das nicht erwartet. Uns persönlich hätten ein Anruf, eine einfache Nachfrage oder nette Post für die Kinder psychologisch gut getan.“

Vorfall musste zunächst aufgearbeitet werden

Tatsächlich hatte der Kreisverband bereits tags zuvor ein entsprechendes Entschuldigungsschreiben postalisch an alle Eltern verschickt. „Wir mussten den Fall erst einmal aufarbeiten“, erklärt Anne Lissner, Vorstandsvorsitzende des Kreisverbandes, diesen Umstand.

In dem Brief, der noch am Freitag in den Briefkästen der Eltern landete, teilt der Kreisverband sein aufrichtiges Bedauern für den Vorfall mit. Das Fahrpersonal werde regelmäßig geschult, belehrt und sensibilisiert – trotzdem könnten Unfälle nie ausgeschlossen werden. Der betroffene Fahrer und die Begleitperson stünden noch immer unter Schock.

Alte Handynummer führten zu Kommunikationsschwierigkeiten

Zu Kommunikationsschwierigkeiten mit den Eltern sei es leider auch deshalb gekommen, da dem Kreisverband zum Teil veraltete Handynummern vorgelegen hätten. Man wolle hier intern prüfen, wie künftig eine bessere Kommunikation möglich sei.

Manuela Gäbler zeigte sich Anfang dieser Woche schon wieder optimistisch und wird ihr Kind trotz der Unstimmigkeiten auch weiterhin dem Fahrdienst des DRK anvertrauen. Die „besonders netten Fahrer vom Morgenteam“ trügen bereits dazu bei, dass das kurzzeitig erschütterte Vertrauen weiterhin Bestand hat.

Von Christian Neffe

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