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Oschatz Dachsbracken treffen sich in Wermsdorf
Region Oschatz Dachsbracken treffen sich in Wermsdorf
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16:13 11.09.2018
Die Bracken beschnuppern sich beim Kennenlernen. Quelle: Janett Rohnstock
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Wermsdorf

„Dachsbracke ist mein Nam’, bin von altem Jagdhundstamm. Bin nicht Riese und nicht Zwerg, gehör zu dir, Jäger im Berg“ So wird man virtuell auf der Seite des Vereins Dachsbracke empfangen. Die meisten Menschen, die über eine Dachsbracke „stolpern“, googeln erst einmal die Rasse, denn zum alltäglichen Bild gehören diese Tiere bei uns nicht.

Attraktiv für Jäger

Die Dachsbracke ist ein niederläufiger Hund mit einer Schulterhöhe von bis zu 42 Zentimeter. Genau das macht die Bracken auch so attraktiv für viele Jäger. „In meinem Jagdrevier in der Schweiz ist es nur gestattet, mit kleineren Hunden zu jagen. So musste ich mich nach einer passenden Rasse umsehen“, erinnert sich Simone Pengel, die am vergangenen Wochenende zum Treffen des Deutschen Brackenclubs nach Wermsdorf aus der Schweiz angereist war. Das war allerdings nicht nur auf ihre frisch geweckte Liebe zur Rasse zurückzuführen, sondern es war eine Art Familienbesuch, denn ihre acht Monate alte Hündin stammt aus Wermsdorf. Gemeinsam mit Ira Lange, dem Frauchen der Hundemutter, begutachtete sie am Sonntag ganz entspannt die Fortschritte der kleinen Jagdhündin und die Ähnlichkeit zu ihren Verwandten. Zur Welpenspielstunde lagen die offiziellen Programmpunkte schon hinter den Besuchern. Sie alle haben die Leidenschaft für Jagd und die leichtführigen Hunde gemeinsam. „Die Hunde sind besonders leicht in die Jagd einzuführen. Sie sind zwar verspielt, doch geht es um das Jagen, legen sie den Schalter um und konzentrieren sich vollkommen auf die Aufgaben“, so die Züchterin.

In einer Umgebung wie dem Wermsdorfer Wald fühlen sich die geselligen Hunde mit der charakteristischen weißen Schwanzspitze pudelwohl. So stand es auch außer Frage, dass Schloss Hubertusburg und das umliegende Waldgebiet – immerhin der Wald des Jahres – sich perfekt für ein so großes Treffen eignen würden. Die Welpenspielstunde am Sonntag war auch dazu gedacht, dass sich Besucher ein Bild von der Rasse machen können.

„Oft wird man ja gefragt, ob da ein Beagle mit drin steckt“, berichtet die Schweizerin Pengel. Sie versteht auch warum, denn durch die Färbung sind schon Ähnlichkeiten zu der englischen Brackenart vorhanden. Doch die Westfälische und die Deutsche Bracke unterscheiden sich besonders durch den Körperbau. Sie haben zwar relativ kurze Beine, sind aber keine Dackel. Dazu eignete sich auch der Vergleich mit dem kleinen Dackelwelpen von Thomas Pfüller, der zum Zusehen gekommen war. Im Vergleich zu den kräftigen Bracken war seine kleine Rauhaarhündin richtig zart und zierlich. Im Gegensatz zum Dackel, der auch oft als reiner Familienhund gehalten wird, ist die Bracke wirklich für die Jagd bestimmt. „Wir geben die Hunde auch nur an Leute ab, die ihn dann für Jagdzwecke nutzen wollen“, erklärt Ira Lange.

Buntes Familientreffen

Aus der Welpenspielstunde wurde durch die vielen älteren Hunde ein buntes Familientreffen munterer Vierbeiner und auch zwischenmenschliche Bande wurden geknüpft, denn es war sicher nicht der letzte Besuch der Schweizer Bracken im Wermsdorfer Wald.

Von Janett Rohnstock

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