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Oschatz Neue Dahlener Heidekönigin heißt Lydia Adler
Region Oschatz Neue Dahlener Heidekönigin heißt Lydia Adler
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14:58 16.09.2018
Lydia I. mit Bürgermeister Matthias Löwe. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Dahlen

In der Dahlener Heide ist es fast wie in einem richtigen Königreich. Wenn ein gekröntes Haupt sein Amt aufgibt, dauert es eine gewisse Zeit, bis der Nachfolger die Insignien der Macht in der Hand hält. Allerdings gibt es doch erhebliche Unterschiede.

In einer echten Monarchie steht längst fest, wer Thronfolger ist. Auch diesmal ist es den Organisatoren der Krönung gelungen, den Namen der sechsten Heidekönigin geheim zu halten.Es war nur durchgedrungen, dass es sich um eine echte Dahlenerin handele. Andererseits war die Zeit des Machtvakuums in der Heide kurz. Nur 13 Minuten nachdem Patricia Löwe die Krone abgelegt hatte, saß diese auf dem Kopf von Lydia Adler.

Präsentation mit Quiz

Wie ihre Vorgängerin war sie einzige Kandidatin für dieses Ehrenamt. Deshalb musste sie sich zwar keiner Wahl stellen, aber immerhin vor dem Publikum im voll besetzten Festzelt auf dem Schulsportplatz eine Präsentation abliefern. An deren Ende baute sie ein Quiz ein, bei dem sie drei Besucher noch zu glücklichen Gewinnern machte. „Die Leute waren ganz aufmerksam“, stellte sie danach erleichtert fest. Alle, auch in den hinteren Reihen? „Vielleicht nicht ganz, so wie in einem Klassenzimmer“, meint Lydia I. Sie hat den Vergleich, auch wenn die Lehrerin beruflich nicht vor so vielen Menschen auf einmal steht. Nach ihrem Studium in Dresden und der Erfahrung, dass der Freistaat nicht alle Fachkräfte braucht, unterrichtete sie in Elsterwerda und Ortrand bevor sie nun beruflich wieder in der Heimat ist. Die 27-Jährige arbeitet an der Oberschule Wermsdorf. Aus ihrer Heimat Dahlen sei sie während des Studiums und der Arbeit in Brandenburg nie wirklich weg gewesen. „Das waren nur Zweitwohnsitze, so oft es ging war ich in Dahlen“, erzählt sie.

Respekt vor der neuen Aufgabe

Als sie sich darum kümmerte, wieder beruflich und privat komplett in der Heide anzukommen, habe sie sich auf der Dahlener Internetseite informiert. Dabei sei sie auch auf den Aufruf zur Bewerbung um den Titel der Heidekönigin gestoßen. Angst vor der zeitlichen Belastung habe sie nicht. „Ein bisschen nervös bin ich aber schon, schließlich möchte ich das Amt ebenso gut ausfüllen wie meine Vorgängerin“, räumt sie ein.

34 Auftritte für Patricia I.

Vorgängerin Patricia I. hatte zum Abschied einen kurzen Blick in die Statistik geworfen und dann das Publikum an ihren schönsten Erinnerungen teilhaben lassen. Sie habe 34 Auftritte absolviert und sei dabei 172 Stunden im Einsatz gewesen. Nicht alle Wünsche haben sie erfüllen gehen, da sie berufstätig ist. Für die Börlner, die sie oft eingeladen hätte, habe sie aber durchaus Urlaub genommen. Dort sei sie zum Beispiel bei der Übergabe des Löschfahrzeuges dabei gewesen. Etwas Bammel habe sie vor der Seniorenweihnachtsfeier gehabt, aber dort sei sie sehr herzlich aufgenommen worden. Viele Male habe sie der Dahlener Carnevals Club eingeladen. Und etwas Besonderes sei der Auftritt mit dem Landrat beim Adventsmarkt auf Schloss Hartenfels gewesen.

Königin will Meisterin werden

Sie scheide mit einem weinendem Auge aus dem Amt, gönne es aber jedem, der sich um diese Aufgabe bewerbe, dieses Erlebnis . „Das war eine schöne Zeit, in der ich viele Leute kennen gelernt habe“, betont sie. Die letzten Auftritte bei der Kirmes seien ihr fast noch schwerer gefallen als die ersten vor zweiJahren. Viel mehr Freizeit als in ihrer Zeit als Heidekönigin wird sie in absehbarer Zeit jedoch nicht haben. Die Hörgeräteakustikerin, die in Riesa arbeitet, qualifiziert sich zur Meisterin.Die Lehrgänge dazu finden in Braunschweig statt.

Hüpfburgen, Oldtimer, Tanz sowie ein kleiner Rummel – das alles gehört zur Dahlener Kirmes. Und aller zwei Jahre kommt dazu die Krönung der neuen Heidekönigin. Die heißt nun Lydia und ist Lehrerin.

Von Axel Kaminski

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