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Dahlener Piraten ziehen durch die Heidestadt

November-Umzug Dahlener Piraten ziehen durch die Heidestadt

Dahlen war am Sonnabend fest in Priatenhand. Der Dahlener Carneval Club hatte zum großen Faschingsumzug eingeladen. Sogar aus Rietberg (Nordrhein-Westfalen) reisten die Narren an.

Die Lampertswalder Blasmusikanten sorgten für stimmungsvolle Musik im Faschingsumzug.

Quelle: Dirk Hunger

Dahlen. So etwas gibt es sonst nur bei Hochzeiten oder Bällen des Hochadels. Denn wer würde vier Prinzessinnen mit ihren Prinzen auf dem Marktplatz der Heidestadt Dahlen vermuten? Neben dem Kinderprinzenpaar des Dahlener Carneval Clubs (DCC). Lara II. und Gunnar und dem "großen" Paar, Domenique und William nahmen die Majestäten des befreundeten Rietberger Karnevalsvereines und jene aus Mastholte, einem Rietberger Stadtteil, am Sonnabendnachmittag das Bad in der Narrenmenge.

Dahlen war am Sonnabend fest in Priatenhand. Der Dahlener Carneval Club hatte zum großen Faschingsumzug eingeladen.

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"Positiv überrascht" zeigte sich Andrea I. aus Rietberg davon, wie viele Leute bei einem Karnevalsumzug im November auf den Beinen sind. "Ich habe schon viel von Dahlen gehört, war aber selbst noch nie hier", sagte die Karnevalsprinzessin. Als besonders schön empfinde sie die Konfettimassen in Dahlen. In ihrer Heimat seien die Papierschnipsel wegen der hohen Reinigungskosten schon seit Jahren tabu. Um beim Heide-Umzug dabei zu sein, seien die Rietberger 6 Uhr losgefahren. "Aufstehen ist dann 4.30 Uhr. Es braucht ja etwas Zeit, um das Krönchen zu richten", schildert Andrea I. den Anfang eines langen, aber lustigen Tages. "Hier ist viel mehr los als wir dachten", sagte Antje I. , die ebenfalls zum ersten Mal in Dahlen war. "Die Leute sind sagenhaft freundlich hier", ergänzte ihr Prinz Ingo.

Das diesjährige Motto des Karnevals in der Heide "Der Sackhupper fährt kreuz und quer mit der MS Dahlen auf dem Weltenmeer" ließ eine Menge Schiffe im Umzug vermuten. Und tatsächlich schipperten nach dem Trabbi mit der Heidekönigin, dem Radlader mit der Konfettikanone auf der Arbeitsbühne sowie den beiden DCC-Prinzenpaaren und dem Musikverein Lampertswalde die "Titanic" sowie die venezianische Gondel aus Bortewitz über das Pflaster. Anschließend bekamen die Narren am Straßenrand jede Menge Piraten zu sehen: unter anderem die Weltenbummler von der Weststraße, die "Luppaer Fußballweiber" mit ihrer grünhaarigen Traktor-Beifahrerin und die Malkwitzer Tümpelpiraten. Mit einer "Pferdekutsche", allerdings mit deutlich mehr als einer Pferdestärke, fuhren die Mannschatzer Narren vor, um die Dahlener persönlich zu ihrem Umzug einzuladen.

Neben Dahlenern säumten viele Menschen den Straßenrand, die ihre familiäre Wurzeln hier haben. Im Clownskostüm sammelte Jonas Bonbons und andere Süßigkeiten auf. Was nicht in die Kapuze seines Anoraks passte, mussten die Eltern in Hosen- und Jackentaschen verstauen. "Wir sind bei den Großeltern zu Besuch, nicht extra wegen des Karnevals. Aber wenn es passt, dann gehen wir natürlich hin", sagte seine Mutter, die aus Dahlen stammt.

Ebenfalls zum Besuch beim Opa, der Geburtstag feierte, war Linda. Der Vater der 20-Jährigen stammt aus Dahlen. Sie wohnt in Nordrhein-Westfalen, Rietberg sei um die Ecke. "Der Dahlener Karneval ist nicht so groß wie bei uns, ist aber interessant", sagte die junge Frau mit den Katzenohren in den roten Haaren.

Quasi im Gepäck hatten die Rietberger Karnevalisten ihren Fanfarenzug. Entgegen anders lautender Prognosen hatten die Bläser und Trommler mit "Wochenend und Sonnenschein" beim Vorbeimarsch die passenden Noten aufgelegt. Der kleine Regenschauer konnte das närrische Publikum nicht vom Markt vertreiben. Es wollte nach den rund 30 Bildern des Umzuges die Darbietungen der DCC-Garden und ihrer Gäste sehen. Drei Mitglieder des Rietberger Fanfarenzuges überraschten dabei mit einer A-capella-Gesangseinlage, bevor Jürgen Descher, der Mann mit dem Hüftschwung, seine Truppe zu musikalischen und körperlichen Höchstleistungen antrieb.

Apropos körperliche Höchstleistung: Am Ende des Programmes, kurz vor Beginn des Lampion- und Fackelumzuges, konnte Rico Petzold viele der Besucher zum Mitmachen bei einer Zumba-Übung animieren. Der Fitnessfachwirt ist mit seiner neuen Firma seit wenigen Wochen Nachbar des DCC.

Von Axel Kaminski

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