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Oschatz Dahlener Räte diskutieren über Einbahnstraßen und Schwerlastverkehr
Region Oschatz Dahlener Räte diskutieren über Einbahnstraßen und Schwerlastverkehr
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00:19 09.12.2017
Hier wird es eng: Wenn lange Lkw aus der Linden- in die Bahnhofstraße einbiegen, weicht der Gegenverkehr gelegentlich auf den Fußweg aus. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Dahlen

Hundesteuer, Elternbeiträge für Kindereinrichtungen und der Bauauftrag für den Marktplatz – das alles stand auf der Tagesordnung der Dahlener Räte. Eine längere Debatte gab es jedoch auch zum Verkehrsfluss in der Heidestadt. Der ist stellenweise zäh und immer wieder mal im Fokus der Stadträte.

Der Einstieg in diese Diskussion kam von Hartmus Risse (WHD). Er forderte zu prüfen, ob es möglich wäre, die Bortewitzer Straße und die Feldstraße als Einbahnstraßen auszuschildern. Er habe das Verkehrsgeschehen dort beobachtet und selbst nachgemessen. Dabei sei er zu dem Ergebnis gekommen, dass Lkw gar nicht aneinander vorbeikämen, ohne über die Borde zu fahren. „Wenn wir unsere Nebenanlagen erhalten wollen, dann muss die Einbahnstraßenregelung her“, unterstrich Hartmut Risse.

Reifenplatzer auf der Kreuzung

Steve Klose (WHD) wies darauf hin, dass es neulich wieder an der Kreuzung Linden-/Bahnhofstraße einen Reifenplatzer gegeben habe. Auslöser sei gewesen, dass ein Lkw einem anderen, abbiegenden Fahrzeug habe ausweichen und dazu auf den „hohen, spitzen“ Bordstein habe fahren müssen. Am Bord seien Veränderungen notwendig.

Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) betonte: „Wir als Kommune können nur Hinweise geben.“ Damit spielt er auf die Einstufung der Straße und die Zuständigkeiten an. Alle Straßen an diesem Knotenpunkt sind als Staatsstraßen klassifiziert, ebenso wie an der Engstelle wenige Meter weiter, kurz vor dem Markt. Dort muss der Verkehr aus Richtung Luppa und Oschatz warten, wenn Gegenverkehr aus Richtung Schmannewitz kommt.

Dahlen sitzt am Katzentisch

Bei Ausbau und der Ausschilderung solcher Straßen sitzt Dahlen sozusagen am Katzentisch – würde im Falle eines Falles aber auch nur für Bürgersteige, Entwässerung und Beleuchtung zahlen. Selbst an kommunalen Straßen könnte Dahlen nicht einfach per Stadtratsbeschluss Tempolimits oder Vorfahrtsregeln durchsetzen. Die Kompetenz dafür liegt bei der unteren Verkehrsbehörde im Landratsamt. Deshalb verwies der Bürgermeister zu den diskutierten Problemstellen auf die Verkehrsschau. In dieser beraten unser anderem Stadtverwaltung, Landratsamt und Polizei solche Fragen.

Das gilt auch für einen weiteren Vorstoß von Hartmut Risse. Wenn denn der Platz an der Einmündung Linden-/Bahnhofstraße nicht ausreiche, dann müsse man ihn schaffen – indem man auf einer Seite den Fußweg im Kreuzungsbereich wegnähme. Am ausgefahrenen Pflaster des Gehweges sähe man , wie oft schwere Fahrzeuge auf Flächen rollen, die eigentlich für Fußgänger gedacht seien.

Ortsnahe Umgehung des Zentrums

Eine Lösung einiger dieser Probleme sieht der Bürgermeister – abgesehen von einer nicht in Aussicht stehenden Ortsumgehung – in einer ortsnahem Umgehung des Zentrums. Zumindest der Schwerverkehr aus Richtung Oschatz könnte von Großböhla aus über die Hainstraße zur Bahnhofstraße geführt werden. Dann entfiele das Abbiegen von der Linden- in die Bahnhofstraße. Aber auch bei solch einer Verkehrsanordnung hänge man vom „Willen der Ämter“ ab.

Von Axel Kaminski

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