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Oschatz Dahlener Räte gegen Heide-Radcup der Sparkasse im nächsten Jahr
Region Oschatz Dahlener Räte gegen Heide-Radcup der Sparkasse im nächsten Jahr
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15:54 04.04.2018
Wer in diesem Jahr zum „Tag des offenen Denkmals“ ins Dahlener Schloss wollte, musste wegen des Heidecups teils erhebliche Umleitungen in Kauf nehmen. Quelle: Dirk Knofe
Dahlen

Haushaltsplan, Einkaufszentrum Dahlen und Aufhebung eines Beschlusses zum Anbau einer Fluchttreppe an der Jugendherberge – all diese Themen standen am Dienstag auf der Tagesordnung des Stadtrates. Zu ihnen wurde beraten und beschlossen.

Eine klare Meinung und eine emotionale Diskussion gab es am Ende der Beratung zu einem Thema, zu dem es keine Beschlussvorlage gab: zum Sparkassen-Heidecup „Rund um Torgau“. Dieses Radrennen, das für Jedermann und in zwei Lizenzklassen ausgetragen wurde, erregte vor allem wegen der umfangreichen Sperrungen die Gemüter. Die Ausrichter des Rennens warben auf ihrer Internetseite damit, dass auf einer 70 Kilometer langen, voll gesperrten Strecke gefahren wird.

Fast ganztägige Sperrung zwischen Dahlen und Torgau

Von 8.45 bis 16 Uhr ging am Renntag beispielsweise zwischen Dahlen und den Kreisverkehr am Großen Teich vor Torgau gar nichts. „Dieses Radrennen tut unserer Region nicht gut. In Richtung Torgau war alles gesperrt“, stellte Steve Klose (WHD) fest. Und das ausgerechnet an einem Tag, an dem man auch in Dahlen mit zahlreichen Besuchern rechnete. Am 10. September war der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“. Er wurde von vielen Besuchern dazu genutzt, die Ergebnisse des einwöchigen Parkett-Workshops im Dahlener Schloss in Augenschein zu nehmen. Die Anfahrt dorthin sei durch die Sperrungen und Umleitungen zu einem Slalom geworden. Steve Klose betonte, dass sich die Veranstalter des Heidecups nicht an Absprachen gehalten hätten. Unverständlich sei außerdem, wieso noch am nächsten Tag Sperrschilder gestanden hätten.

Radportveranstaltung kostete dem Naturmarkt Besucher

Auch Ernst Bößneck (FWG) vom Heidegut Dahlen, das am gleichen Tag gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz den Naturmarkt auf dem Kirschberg ausrichtete, konstatierte Ausfälle. „Die Radsportveranstaltung hat uns Publikum gekostet“, stellte er fest.

Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) erläuterte, dass er schon dem Rennen in diesem Jahr „eigentlich nicht zustimmen“ wollte. „Für das kommende Jahr gebe ich keine Zustimmung“, sagte er. Durch das Rennen sei die Zufahrt zum Schmannewitzer Waldbad so gut wie unmöglich. Das könne man dem Pächter nicht zumuten. Ebenso könne man es sich nicht leisten, jene zumeist ehrenamtlich Tätigen zu verprellen, die die hier gewachsenen Veranstaltungen vorbereiten und sich bei deren Durchführung engagierten. „Wir haben keine Vorteile vom Heidecup, weder in Form von Übernachtungen noch bei der Gastronomie. Dahlen entstehen aus dieser Veranstaltung nur Nachteile“, stellte Matthias Löwe seine Position klar.

2018: Heidecup zum Kirmes-Termin geplant

Im kommenden Jahr fallen der „Tag des offenen Denkmals“ und die Heidecup nicht auf den gleichen Termin. Die Radsportveranstaltung ist für den 16. September 2018 angekündigt, die Öffnung der Denkmale eine Woche zuvor geplant. Allerdings kollidieren dann Heidecup und Dahlener Kirmes miteinander. „Es geht nicht nur um unsere Feste“, unterstreicht Steve Klose und ergänzt: „Der September ist allgemein ein an Veranstaltungen reicher Monat.“ Man komme aber als Dahlener während des Heidecups kaum noch irgendwo hin, wenn alle wichtigen Straßen in der Region einen ganzen Tag lang gesperrt seien. Aus seiner Sicht gibt es genug andere Wochenenden, an denen man den Heidecup austragen könne – mit weniger Behinderungen.

Von Axel Kaminski

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