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Oschatz Dahlener Schlecker-Markt wird Tagespflege für Senioren
Region Oschatz Dahlener Schlecker-Markt wird Tagespflege für Senioren
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Ines Kahle (l.) und Simone Kroll von der Arbeiterwohlfahrt mit den Plänen für das neue Sozialzentrum im ehemaligen Schlecker-Markt in Dahlen. Quelle: Dirk Hunger
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Dahlen

Auch in Brandis hat die Awo ein solches Zentrum in einer verlassenen Schlecker-Filiale eingerichtet und im April dieses Jahres eröffnet. Das Projekt in Dahlen ist das zweite in diesem Jahr für die gemeinnützige Pflege- und Betreuungs GmbH des Verbandes. Mehr Platz und bessere Bedingungen für Mitarbeiter und Gäste soll der künftige Standort bieten. Das Haus, das die Stadt der Awo bisher in Nachbarschaft des Kindergartens zur Verfügung gestellt hat, werde man dann zurückgeben, kündigte Simone Kroll, Leiterin der Pflege- und Betreuungs GmbH, an: "Wir platzen dort aus allen Nähten."

Im künftigen Sozialzentrum soll die Tagespflege mit zwölf Plätzen einziehen und das Dienstleistungsangebot für die mobile Pflege koordiniert werden. Auf 300 Quadratmetern entstehen Aufenthaltsräume sowie Therapie- und Ruheräume für die zu betreuenden Senioren. Außerdem wird ein modernes Therapiebad eingerichtet, kündigt die Pflegedienstleiterin Ines Kahle an. Nicht zuletzt werde es Platz für Büros geben. "Hier ist dann alles ebenerdig und rollstuhlgerecht erreichbar. Praktisch ist auch, dass wir ausreichend Parkplätze vor der Tür haben", unterstreicht sie die Vorteile des neuen Standortes. Für den Aufenthalt draußen soll auch noch eine kleine Freifläche am Haus entstehen.

Derzeit beschäftigt die Arbeiterwohlfahrt 30 Mitarbeiter in Tages- und mobiler Pflege. Die Nachfrage nach Betreuung sei aber unvermindert hoch, so dass man das Team verstärken wolle. "Wir suchen dringend neue Mitarbeiter", sagte Ines Kahle. Eine gute Zusammenarbeit pflege man diesbezüglich mit der Dahlener Niederlassung der Anerkannten Schulungsgesellschaft Sachsen (ASG). "Wir haben schon Praktikanten beschäftigt, und übernehmen demnächst auch eine Kollegin", fügte sie hinzu.

Am künftigen Sozialzentrum sind Handwerker jetzt an der Fassade beschäftigt, setzen neue Fenster ein und verkleinern die Schaufenster. Anschließend geht es mit dem Innenausbau weiter. Die Awo ist Mieter des Objektes, finanziere den Umbau aber selbst, erklärt Simone Kroll, Leiterin der Pflege- und Betreuungs GmbH. Wie viel genau dafür investiert wird, behält sie für sich, verrät immerhin, dass ein sechsstelliger Betrag notwendig sei.

Jana Brechlin

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