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Oschatz Dahlener Stadtrat erinnert an versprochene Gebührenangleichung
Region Oschatz Dahlener Stadtrat erinnert an versprochene Gebührenangleichung
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06:00 15.11.2016
Im Entsorgungsgebiet der Kläranlage Dahlen gelten andere Preise als im Rest des Abwasserverbandes. Hartmut Risse moniert, dass das nach dem Beitritt der Stadt anders vereinbart worden sei. Quelle: Archiv-Foto: Sven Bartsch
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Dahlen

Zumindest offiziell war 2004 in Dahlen die Freude über den Beitritt zum Abwasserverband „Untere Döllnitz“ groß. Damit sanken die Gebühren für die Entsorgung des Schmutzwassers deutlich. Zwölf Jahre später ist die Stimmung in der Heidestadt nicht mehr so gut.

Stadtrat Hartmut Risse (WHD) brachte kürzlich in der Ratssitzung seinen Unmut über die neue Gebührenkalkulation und die daraus resultierenden Belastungen zum Ausdruck. Den Dahlener Bereich, der nach wie vor separat kalkuliert werde, träfe es besonders hart. „Die Gebühren sind hier exorbitant höher als im anderen Beitragsgebiet“, betonte Hartmut Risse.

Tatsache ist, dass im Gebiet Dahlen bei zentraler Entsorgung die Verbrauchsgebühr von 2,45 Euro je Kubikmeter auf 3,89 Euro steigen wird. Für Oschatz, Naundorf und Liebschützberg bleibt sie konstant bei 1,66 Euro. Bei dezentraler Entsorgung betrug sie bisher im gesamten Verbandsgebiet 1,22 Euro. Lediglich in Dahlen wird sie auf 1,25 Euro steigen. Auch die Regenwassergebühr bleibt nur im Bereich Oschatz konstant bei 37 Cent pro versiegeltem Quadratmeter Grundstücksfläche. Im Gebührenbereich Dahlen steigt sie von 52 auf 88 Cent.

Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) erwiderte, dass Dahlen 2004 als neues Gebiet zum Verband dazu kam und seither separat kalkuliert werde. Bei der Entwicklung der Gebühren spiele die demographische Entwicklung eine nicht zu unterschätzende Rolle. So müssten die notwendigen Investitionen auf immer weniger Haushalte umgelegt werden. Dazu komme, dass an den Verband kaum noch Fördermittel ausgereicht würden, sondern lediglich noch mit vergünstigten Kredite agiert werde.

Hartmut Risse forderte den Bürgermeister dazu auf, sich für eine Angleichung der Gebühren im gesamten Verbandsgebiet einzusetzen. So ein Verband müsse als Solidargemeinschaft funktionieren. Auch Karl Heinz Trudel (UBG) konnte sich daran erinnern, dass 2004 eine Angleichung für 2014 vorgesehen gewesen sei. Er betonte, dass man diese Passage des damals zwischen der Stadt Dahlen und dem Abwasserverband geschlossenen Vertrages rechtlich bewerten lassen sollte, wenn eine Angleichung der Gebühren immer noch nicht in Aussicht sei.

Von Axel Kaminski

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