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Oschatz Dahlener loben Grün in ihrer Stadt und kritisieren holprige Fußwege
Region Oschatz Dahlener loben Grün in ihrer Stadt und kritisieren holprige Fußwege
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09:38 23.09.2016
Worauf kann der Sackhupper künftig schauen? Auch darum ging es bei der Informationsveranstaltung zum Stadtentwicklungskonzept. Quelle: Dirk Hunger
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Dahlen

Die Stadt Dahlen ist in das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen worden. Zwar ist klar, dass ein großer Teil des dadurch zur Verfügung stehenden Geldes für die Umgestaltung des Marktes aufgewendet werden soll. Doch zur Teilnahme am Programm wird ein Konzept und dafür eine Bürgerbeteiligung benötigt. Den Auftakt dazu gab es in dieser Woche in der Aula der Grundschule.

Zunächst umriss Bürgermeister Matthias Löwe die vorgesehene Zeitschiene für die Arbeiten am Markt und übergab dann das Wort an Christian Haendel. Der Mitarbeiter in der Leipziger Niederlassung der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) erläuterte knapp die Vorgehensweise beim Aufstellen einer Entwicklungsstrategie für die Stadt. Er lud die rund 70 anwesenden Bürger dazu ein, die Stärken und Schwächen ihrer Stadt zu benennen – unabhängig davon, ob sich diese im geplanten Entwicklungsgebiet befinden oder nicht.

Lob für Gestaltung des Bahnhofsumfeldes

Auf erste Wortmeldungen musste der Planer nicht lange warten, nachdem er selbst zunächst den Schlosspark als Oase ins Gespräch gebracht hatte. Positiv bewerteten verschiedene Einwohner die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes, den Schwanenteich und Dahlen als gute Wohnlage an der Heide. Auch der durchgehende Radweg von Luppa nach Dahlen wurde als Pluspunkt benannt.

Doch viele Stärken, wurden gleich mit einem „Aber“ versehen. So seien viele andere Wege durch die Dahlener Heide mit dem Fahrrad kaum noch zu benutzen. In der Stadt gäbe es – abgesehen von den neu errichteten Möglichkeiten am Bahnhof – zu wenig Abstellplätze für Fahrräder.

Seinen Weg zum Schwanenteich oder zum Friedhof müsse man sich genau überlegen. Nicht jedes Pflaster sei gut für jene Bürger benutzbar, die auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen seien. Gleiches gelte für den Markt.

Kritik am schlechten Zustand von Fußwegen

Überhaupt spielten der Zustand vieler Fußwege und deren Beleuchtung eine große Rolle bei der Aufzählung der Dahlener Schwächen. Der Bürgermeister räumte ein, dass gerade im sogenannten grünen Ring noch einige Aufgaben zu erledigen seien. Zur Sprache kam dabei auch auf die – bereits mehrmals im Stadtrat angeregte – sichere Querung für Fußgänger im Bereich des Busbahnhofes.

Ein neuer Gedanke, der die Gestaltung des Marktes direkt betrifft, war der Vorschlag, die Lage des alten Rathauses zu sondieren und dessen Eckpunkte zu markieren. Ein weiterer Wunsch für den umgestalteten Markt war ein Café. Bürgermeister Löwe äußerte die Hoffnung, dass der dann attraktive und deshalb belebte Platz Investoren anzieht, die diesen Service bieten. Apropos Investoren: Für diese sieht der Bürgermeister am sanierten Markt künftig ein reiches Betätigungsfeld bei der Schaffung altersgerechten, barrierefreien Wohnraumes.

Wenig Hoffnung für Neubau einer Turnhalle

Als Mangel wurde in die Diskussion eingebracht, dass Dahlen autofreundlich sei, aber die Belange von Kinderwagen kaum eine Rolle spielten. Wenig Hoffnung, aus dem aktuellen Programm gefördert zu werden, gibt es für eine neue Turnhalle an der Grundschule und den Neubau der Kita „Kleine Sackhupper“. Dennoch gehören diese Vorhaben in das Entwicklungskonzept der Stadt. „Es geht darum, einen Fahrplan zu erstellen“, betonte Löwe. Damit soll vermieden werden, dass es immer wieder hektische Reaktionen auf sich öffnende Fördertöpfe gibt. Die Stadtentwicklung solle vielmehr einer langfristigen Strategie folgen.

Dazu gehöre auch, die Probleme in den Stadtteilen zu benennen und in Angriff zu nehmen. In der Diskussion spielte dabei der Zustand mehrere Ortsdurchfahrten eine Rolle. Außerdem wurde der Bortewitzer Teich als Pflegefall benannt. Die Tellerinsel in Kleinböhla könnte – bei etwas mehr Aufmerksamkeit durch die Stadt – ein wertvolles Kleinod sein.

Christian Haendel zeigte sich mit dem Besucherzuspruch und der Vielzahl der geäußerten Anregungen und Ideen zufrieden. Damit könne es gelingen, die Perspektive der Einwohner in der zu formulierenden Strategie für Dahlen gut abzubilden. Wer die Gelegenheit, sich in diesen Prozess einzubringen, diesmal nicht nutzen konnte oder erst nach der Veranstaltung Ideen hatte, könne sich immer noch einbringen: im Bauamt der Stadt oder bei den Planern über die e-Mail-Adresse christian.haendler@dsk-gmbh.de

Von Axel Kaminski

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