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Oschatz Dahlenerin ärgert sich über lose Steine in Stützmauer
Region Oschatz Dahlenerin ärgert sich über lose Steine in Stützmauer
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13:49 18.05.2017
Quelle: Andre Kempner
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Dahlen

Christine Birnbaum ist eher selten zu Gast bei den Dahlener Ratssitzungen. Jetzt wollte sie aber nach knapp drei Jahren wieder einmal über den aktuellen Stand zu ihrem Problem informiert werden.

Sie wohnt nahe der Dahle-Brücke im Zuge der Burgstraße. Das Grundstück liegt hinter einer steilen, mit Mauerwerk befestigten Böschung. An der Brücke wurde die Böschung ebenfalls erneuert. Sorgen bereitet ihr das Stück zwischen dem Neubau und ihrem Grundstück. Dort gegenüber befindet sich ein Rohr, aus dem der Abwasserverband Regenwasser in die Dahle leitet. Schon vor drei Jahren berichtete Christine Birnbaum über ausgespülte Fugen und eine „Ausbeulung“ der Uferbefestigung. Sorgen bereite ihr, dass darunter auch die Böschung ihres Grundstückes leiden könnte.

Christine Birnbaum machte dem Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) klar, dass sich an diesem Zustand nichts verbessert habe. Im Gegenteil: Es würden schon erste Steine in der Dahle liegen. Im Jahr 2014 hatten zwar Landratsamt, Landestalsperrenverwaltung und Abwasserverband Stellung bezogen und Ursachen ermittelt – passiert sei jedoch wenig. Der Abwasserverband hatte bereits im September 2013 die von ihm verursachten Anlandungen auf Anordnung des Landratsamtes entfernt. Aber auch im Amt hatte man festgestellt, dass die Schäden an der Ufermauer „nicht ausschließlich auf die Anlandungen zurückzuführen“ sind. Hier sei auch auf unzureichende Unterhaltungsmaßnahmen hinzuweisen.

Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) nahm der Anwohnerin die Hoffnung, dass dieses Problem mit einer schnell zu erledigenden Reparatur aus der Welt geschafft werden könnte. „Hier ist ein kleines Ingenieurbauwerk nötig, das ist ein größerer Aufwand“, sagte der Bürgermeister. Wegen der geringen Tragfähigkeit des Untergrundes sei ein grundhafter Ausbau eines größeren Abschnittes in Stahlbeton-Bauweise erforderlich. Das könne gut und gern 50 000 bis 70 000 Euro kosten. Fördermittel für solch eine Maßnahme seien nicht in Sicht, aber schließlich seien auch keine Gebäude in Gefahr.

Abschließend stellte Christine Birnbaum fest, dass ein ursprünglich kleiner Schaden immer größer wird. Letztlich habe sie keine Garantie, dass die Stützmauer an ihrem Grundstück nicht eines Tages auch in Gefahr ist.

Von axel kaminski

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