Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Das 400. Leisniger Kind des Jahres 2014 heißt Ella
Region Oschatz Das 400. Leisniger Kind des Jahres 2014 heißt Ella
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:46 13.11.2014
Ella, geboren am 12. November 4.01 Uhr mit 3860 Gramm und 52 Zentimeter groß, schmiegt sich an Mama Bianca Wegener. Es gratuliert Dr. Katrin Petzold. Quelle: Sven Bartsch

"Alles ist gut gelaufen. Heute oder am Sonnabend geht es nach Hause nach Geringswalde", sagt die 30jährige Mutter. Zu Hause werden Mutter und Tochter von Papa René Römer und von Ellas Schwester Mia bereits erwartet. Die sechsjährige Mia hat sich unbedingt ein kleines Schwesterchen gewünscht und bekommt diesen Wunsch nun auch erfüllt. Dr. Katrin Petzold, Chefärztin der Leisniger Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, freut sich ebenfalls über den reichen Kindersegen, der auf der Geburtenstation Ärzte und Schwestern auf Trab hält. "Mit heutigem Stand sind wir schon beim 404 Geburten angelangt", sagt Petzold gestern. Einige davon sind Zwillingsgeburten, so dass in diesem Jahr bisher 199 Mädchen und 213 Jungen in Leisnig geboren wurden.

"Ich glaube, wir können davon ausgehen, dass es in diesem Jahr wieder etwa 450 Geburten werden", so Petzold.

Richtige Adresse für Risikogeburten

2013 waren in der Klinik 478 Geburten zu verzeichnen mit insgesamt 486 geborenen Kindern. Der Höchststand von 2013 werden dieses Jahr wohl nicht erreicht, dennoch liegen die Geburtenzahlen in Leisnig relativ hoch beispielsweise im Vergleich mit Grimma oder Oschatz, die ungefähr bei 300 Geburten jährlich liegen. Das Leisniger Klinikum bietet vor allem bei Risiko-Schwangerschaften den werdenden Müttern und ihrem Nachwuchs eine medizinische Betreuung, wie es sie in anderen Kliniken der Umgebung nicht gibt. Ab der 29. Schwangerschaftswoche kann in Leisnig entbunden werden.

"Für derartigen Ernstfälle sind wir hier hochleistungsfähig", so Petzold. Zu diesen Ernstfällen gehören werdende Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck, generell Zwillingsgeburten oder Schwangerschaften, bei denen das Kind in der Beckenendlage im Mutterleib liegt, demnach als so genannten Steißgeburt zur Welt kommen wird. In Leisnig können auch diese Kinder auf natürlichem Wege geboren werden.

"Bei diesen oder auch anderen Komplikationen kann das Kind im gleichen Gebäude, nur eine Etage unter der Geburtenstation, in der Pädiatrie behandelt werden", so Petzold. "Nur in äußerst seltenen Fällen müsse von Leisnig aus sekundär, also in ein völlig anderes Haus, verlegt werden.

Die meisten Mütter haben ihre Kinder allerdings bei sich oben auf der Station", sagt die Chefärztin. Und so kann die kleine Ella ihre zeit in der Geburtenklinik bei ihrer Mama im Zimmer zubringen, bis sie am Ende der Woche zu Hause in Geringswalde einzieht. Weil sie als 400 Geburt in Leisnig so eine Punktlandung hinbekommen hat, gibt es für Ella und ihre Eltern noch ei ein Startgeld in Höhe von 100 Euro mit auf den Weg. Für den Fototermin, den das Mädchen im Übrigen schon in den selbst gestrickten Socken von ihrer Großmutter absolviert, gibt es zudem noch einen großen Blumenstrauß, den die Chefärztin Kerstin Petzold persönlich überbringt. Bei ihrer Geburt war Ella 3860 Gramm schwer und 52 Zentimeter groß.

Steffi Robak

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das bange Warten hat nach Monaten ein Ende: Bis Mittwoch stand noch in den Sternen, ob Sint Nicolaas mit seinen Zwarten Pieten (Schwarzer Peter) aus der Partnerstadt Blomberg auch in diesem Jahr dem Oschatzer Weihnachtsmarkt Glanz verleihen würde.

13.11.2014

Johannes Mühlberg aus Oschatz ist einer von 7,5 Millionen Betroffenen in Deutschland. So viele Menschen sind offiziell an Diabetes erkrankt, die Dunkelziffer ist noch viel höher.

12.11.2014

Wenn Manfred Wackwitz nicht wäre, sähe der Altmarkt im Stadtzentrum heute eventuell völlig anders aus: Anstelle eines attraktiv gestalteten, hellen Platzes würde hier mitten in der Stadt ein Friedhof düstere Stimmung verbreiten.

11.11.2014
Anzeige