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Das Café zur Linde

Das Café zur Linde

In seiner "Chronik der Stadt Oschatz von 1860 bis 1901" schrieb der Oschatzer Bäckermeister Friedrich August Knape 1896: "Von der Miltitzstraße (heute Heinrich-Mann-Straße, der Verf.

Oschatz.

) bis zur Wermsdorfer Straße wurde die verbindende Wettinstraße hergestellt. Gleichzeitig baute der Baumeister Moritz Jesch das große Eckhaus ,Zur Linde' und mehrere Privathäuser."

 

Das war möglich geworden, weil der Oschatzer Baumeister Moritz Jesch von Stadtgutbesitzer August Wohllebe das Grundstück erworben hatte. Er ersuchte dann 1895 den Stadtrat, hier ein Wohn- und Geschäftshaus mit einer Bäckerei und einem Ladengeschäft zu errichten. Das wuchtige Eckgebäude wurde sehr schnell gebaut und 1896 konnte der ehemals im "Weißen Ross" tätige Oberkellner Emil Kluge im Erdgeschoss ein Restaurant eröffnen.

 

Schon ein Jahr später übernahm der aus Dresden stammende Monteur August Fikentscher von dem Oberkellner die Gastwirtschaft und führte den Namen "Restaurant zur Linde" ein. Der geschäftliche Erfolg blieb aber aus und auch dem Kellner Wilhelm Schertel gelang es 1919 nicht, dem Etablissement mit der Umgestaltung des Restaurants zu einem Café neue Kunden anzuwerben und profitabel zu wirtschaften. Bevor der Oschatzer Oberlehrer Albert Müller das Grundstück 1920 erwarb, hatten sich noch die Gastwirte Clemens Otto, Erich Buchheim, Otto Käseberg, Max Theurich und Karl Müller bemüht, die Linde zu einem florierenden Restaurant oder. Café zu entwickeln. Albert Müller stellte 1920 den Café-Betrieb ein und baute die Räume zu den in dieser Zeit dringend benötigten Wohnungen um. Bemerkenswert ist noch, dass die Wohnungen des Hauses besonders gerne von Lehrern der nahe gelegenen Realschule und des Lehrerseminars bewohnt wurden.

 

Das in den letzten Jahren teilweise leer stehende Haus wird zurzeit rekonstruiert. Neben der neuen Dacheindeckung, der erneuerten Fassade und den wieder angebauten Balkons entstehen in dem 118 Jahre alten Gebäude sieben moderne Wohnungen, die Ende 2013 bezugsfertig sein werden. Im ehemaligen "Café" im Erdgeschoss des Hauses wird auch weiterhin die Zahnärztin Dr. Almut Schablowsky mit ihren Mitarbeiterinnen die großen und kleinen Leiden ihrer Patienten behandeln. Fortsetzung folgt

Dr. Manfred Schollmeyer

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