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Oschatz Das Flüsschen Tauschke wird weiter offengelegt
Region Oschatz Das Flüsschen Tauschke wird weiter offengelegt
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00:20 17.09.2017
Die Tauschke wird zur Baustelle. Quelle: Dpa
Treptitz

Die Tauschke soll wieder als offenes Gewässer fließen. Das legt die europäische Wasserrahmenrichtlinie fest. Weil das Flüsschen ein Gewässer zweiter Ordnung ist, liegt die Verantwortung dafür bei den Kommunen. Allerdings kommt der Freistaat für einen Teil des Projektes auf: Weil für den Bau des Flutpolders bei Außig Ausgleichsmaßnahmen fällig werden, übernimmt die Landestalsperrenverwaltung (LTV) den Rückbau der Verrohrung und die Renaturierung auf einem 1,2-Kilometer-Abschnitt zwischen Treptitz und Wohlau. Vertreter von LTV und Planungsbüro stellten das Vorhaben zur jüngsten Sitzung den Cavertitzer Gemeinderäten vor.

Technische Planung ist abgeschlossen

Die technische Planung ist bereits abgeschlossen, bis zur Umsetzung dürfte es allerdings noch etwas dauern. Derzeit läuft die naturschutzfachliche Planung, außerdem stehen noch Verhandlungen mit Landeigentümern an. Die Bauarbeiten könnten 2020 beginnen – noch bevor mit dem Polderbau Außig begonnen wird.

Bei der Tauschke bleibt es nicht bei einem Rückbau der Verrohrung. Außerdem werden die Brücken für den Weg zwischen Olganitz und Wohlau sowie für die Kreisstraße erneuert. Die Durchlässe dort werden 3,7 Meter breit und 1,6 Meter hoch. Der Gewässerverlauf der Tauschke soll jeweils gewunden durch die tiefsten Punkte der Senke führen, zum Teil sollen Bäume und in großer Zahl Stauden und Büsche angepflanzt werden. Die Sohle des Flusses soll künftig vier Meter breit sein, am oberen Böschungsrand dann sieben Meter. Das soll nach Aussagen von Planer und Landestalsperrenverwaltung in Zukunft reichen, um die Wassermassen eines Jahrhunderthochwassers führen zu können, ohne dass weitere Flächen überflutet werden. Hinzu kommt jeweils rechts und links der Tauschke ein sogenannter Gewässerrandstreifen von zehn Metern. Dafür muss Ackerland in Grünland umgewandelt werden. Insgesamt steigt der Flächenbedarf für das Projekt so auf rund drei Hektar.

Elf Eigentümer mit ihren Flächen sind betroffen

Insgesamt sind elf Eigentümer mit ihren Flächen sowie ein Pächter von der Maßnahme betroffen. Auf alle will die Landestalsperrenverwaltung nun zugehen, um über Verkäufe zu verhandeln. „Da geht dem Pächter viel Land verloren“, erinnerte Gemeinderat Hans-Günther Hesse (VÖG). „Was passiert, wenn jemand nicht verkaufen will?“, wollte Andreas Barth (VÖG) wissen. Dann, so hieß es von der LTV, komme auch eine Enteignung in Frage. Einen Flächentausch werde es nicht geben. „Die rechtlichen Bedingungen sind klar“, sagte Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos) mit Blick auf die Richtlinie, „wenn die LTV die Offenlegung nicht übernimmt, werden wir das machen müssen.“

Von Jana Brechlin

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