Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Gewitter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Das Gelbe vom Weizen

Das Gelbe vom Weizen

Konkurrenz fürs schneeweiße Mehl: Biobauer Axel Heinze aus Thalheim baut die lange Zeit vergessene Getreidesorte Gelbweizen an, die dem Mehl eine gelbe Färbung verleiht.

Voriger Artikel
Ritter, Mätressen und eine musikalische Ortsteil-Reise
Nächster Artikel
Vielfältige Angebote vorgestellt

Biobauer Axel Heinze lockert mit einem Acker-Striegel das Feld am Oschatzer Flugplatz auf, wo er den Gelbweizen angebaut hat.

Quelle: Sven Bartsch

Biofans können dieses Mehl oder Backmischungen mit Gelbweizen im Wermsdorfer Gänsemarkt Eskildsen kaufen.

 

"Das ist sozusagen die Urform des Getreides und für uns ein richtiges Nischenprodukt", sagt Biobauer Axel Heinze, der insgesamt 80 Hektar Acker und Grünland im Nebenerwerb bewirtschaftet. Den Gelbweizen baut der 52-Jährige auf fünf Hektar am Oschatzer Flugplatz an - vollbiologisch. Auf die alte Getreidesorte ist er durch ein Projekt des Sächsischen Landeskuratoriums gekommen. "Es gibt eine Renaissance von alten Weizensorten", weiß der Thalheimer.

 

Darauf haben sich auch Firmen in Sachsen und Thüringen eingerichtet, von denen Heinze das Saatgut bezieht. Den frisch geernteten Gelbweizen - in diesem Jahr erwartet der Biobauer einen Ertrag von etwa 20 Tonnen - lässt Heinze direkt in die Rolle-Mühle nach Waldkirchen bei Chemnitz transportieren. Hier hat der Thalheimer mit Dr. Thomas Rolle einen Gleichgesinnten gefunden. "Wir wollen die Ursprünglichkeit zurückbringen. Denn im Lauf der Zeit ist mit der Farbe des Mehles auch der Geschmack verloren gegangen", begründet der Geschäftsführer, warum er in seiner Mühle Gelbweizen mahlt.

 

Das außergewöhnliche Mehl liefert der 58-Jährige an Biobäckereien in den sächsischen Großstädten oder verkauft es selbst. "Wir bieten Backmischungen für Pfannkuchen oder Hefezöpfe an, die dann schön gelb aussehen." Noch verlassen nur 50 bis 100 Tonnen Mehl aus Gelbweizen pro Jahr die Mühle. Rolle hofft auf steigenden Absatz. "Dinkel kannte am Anfang auch niemand, und jetzt gibt es ihn überall zu kaufen", begründet er seinen Optimismus.

Frank Hörügel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
Oschatz in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Nordsachsen

Fläche: 55,44km²

Einwohner: 14.734 Einwohner (Dezember 2015)

Bevölkerungsdichte: 266 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04758

Ortsvorwahlen: 03435

Ein Spaziergang durch die Region Oschatz
  • VDE 8 - Alle Infos und Fakten

    Am 10. Dezember eröffnete Deutschlands größte Bahnbaustelle, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 - hier gibt es Infos, Hintergründe und Foto... mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

16.01.2018 - 08:31 Uhr

ESV-Boss Zahn will den Ex-Coach im Verein halten, eventuell als sportlicher Leiter.

mehr