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Oschatz Das Gregoriusfest
Region Oschatz Das Gregoriusfest
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15:56 16.09.2013

In dem Buch "Heimatgeschichte und Sagen aus dem Muldentalkreis" tauchte der Begriff Gregoriusfest auf. Mehrere Nachfragen über den Sinn des Festes im Altkreis Oschatz brachten kein Ergebnis.

Ein Hinweis auf Prof. Dr. Naumann aus Grimma führt zur Erklärung, warum dieses Fest gefeiert wurde. Er schreibt aus dem Wörterbuch der deutschen Volkskunde 1955: "Gregorius (12. März). Gregor der Große (gestorben 604) förderte Erziehung, Schule und Schulgesang. Gregor IV., gleichfalls ein Freund der Schule, stiftete seinem Vorgänger zu Ehren 830 ein Schulfest.

Im Mittelalter hielten besonders die mittel- und süddeutschen Schulen ihrem Patron zu Ehren Feste ab, die lange lebendig blieben, wie das Gregoriussingen, Heischegesänge mit dem Lehrer oder das Einholen der Frühlingsmaie. In süddeutschen Städten haben Maienfest und Maientag das Gregoriusfest abgelöst. Wettertag ist Gregorius geworden, weil vor der Kalenderreform von 1582 durch Gregorius XIII. an diesem Tag die Tag- und Nachtgleiche war. Das Tiroler Sprichwort ,Gregoius macht den Tag gleich der Nacht'." hielt diesen Fakt noch jahrhundertelang fest.

Über die Vorbereitung und Durchführung schreibt der Enkel des Kantors: "Sehr gewichtig für das Cantorats-Einkommen war der Gregoiusumgang, im Allgemeinen das Gregoiusfest genannt. Dasselbe fand in jedem Jahr nach dem Osterfeste zu Ende April oder Anfang Mai statt und dauerte jedes Mal von Donnerstag bis Sonntag. Es war dies für alle Eltern und Kinder ein großes wichtiges Fest, zu welchem lange Zeit vorher die umfänglichsten Vorbereitungen getroffen wurden. Denn nicht nur, dass jedes Kind, wenn es die Eltern nur einigermaßen möglich zu machen im Stande waren, vom Kopf bis Fuß neu bekleidet wurde, hatte auch in der Schule die Einübung der verschiedene Lieder und Arien zu geschehen, welche zu diesem Feste gesungen wurden."

Arndt Schuster

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