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Oschatz Das Oschatzer Leben findet einen Weg
Region Oschatz Das Oschatzer Leben findet einen Weg
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15:00 10.06.2018
Christian Kunze Quelle: ALL
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Naundorf/Oschatz/Dahlen

Rund 15 Kilometer flüchtete ein Rind aus dem Stall seines Halters – bis aufs Feld zwischen Schweta, Naundorf und Leuben. Vermutlich wollte der Paarhufer die 775-Jahr-Feier in Naundorf besuchen – in den Ställen der Agrargenossenschaft fände das Vieh genug Artgenossen für eine kuhle Party. Dazu kam’s leider nicht, denn die Polizei griff den Wiederkäuer auf. Das Leben findet einen Weg – auch wenn Bullen ihn vorzeitig abschneiden.

Die staatlichen Vollzugsbeamten, einst in Grün, nun in Blau, sind weiter nördlich ebenfalls als Freund und Tierhelfer gefragt. In Dahlen, so fordert es Stadtrat Hartmut Risse, sollen sie die Schwäne auf dem Teich beschützen. Bei der Gelegenheit könnten sie sich gleich der Vandalen annehmen, die dort Bänke zerstören und ihren Müll hinterlassen. Mir schwant aber, das ersteres keine gute Idee ist. Das Leben findet einen Weg – auch wenn er in sinnloser Zerstörung am Teich ufert.

Um ausreichend Platz für Schmetterlinge kümmert sich noch nicht die Polizei, sondern vorerst nur Uta Schmidt. Die Grüne setzt sich für mehr Flatterer-Rückzugswiesen am Collm ein – denn bisher gibt es nur zwei davon. Nur zwei? Halt, das stimmt nicht. Drei weitere Orte haben das Potenzial dafür. Die wuchernden Pflanzen auf dem Sportplatz und an der Bushaltestelle in Schmorkau sollten nicht gemäht, sondern für Raupe und Co. genutzt werden. Gleiches gilt für die pflegeintensiven Flächen im Oschatzer Stadtpark. Und wenn‘s doch nötig werden sollte, hilft Katrin Buggisch aus Mannschatz – die Sachsenmeisterin im Sensenmähen macht mit jedem hohen Gras kurzen Prozess. Auch das grüne Leben findet einen Weg – bis ein scharfes Traditionswerkzeug es radikal abschneidet.

Von Christian Kunze

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