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"Das geht phänomenal ab"

"Das geht phänomenal ab"

Zehn Arbeitstage lang konnte die Mügelner Stadtverwaltung ein Elektroauto für ihre Dienstwege nutzen (wir berichteten). Der Energieversorger Envia M hatte es im Rahmen einer Werbekampagne zur Verfügung gestellt.

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Gute Erfahrungen haben die Mügelner mit dem E-Auto gesammelt.

Quelle: DH

Mügeln. von axel kaminski

 

Die Bilanz fällt positiv aus, auch wenn der Kauf eines solchen Fahrzeuges in der näheren Zukunft nicht zur Debatte steht.

 

"Das Elektroauto ist für mich ein Zukunftsthema. Wenn man sicher sein kann, dass der benötigte Ladestrom komplett aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird, kann diese Art der Mobilität die Umwelt erheblich entlasten", ist sich Bürgermeister Johannes Ecke (FWG) sicher. Für kurze Wege, ob nun zur Arbeitsstelle oder Dienstfahrten, sei das Elektroauto auf jeden Fall geeignet. Die Reichweite von bis zu 200 Kilometern habe er während des zweiwöchigen Tests nicht ausgereizt. Eine Urlaubsreise würde Johannes Ecke mit so einem Auto allerdings nicht antreten wollen. Dazu würden einfach Schnellladestationen fehlen.

 

Hinterm Lenkrad habe er nur gute Erfahrungen gesammelt - und viele erstaunte Blicke auf sich gezogen. Das Elektroauto sei tatsächlich kaum zu hören. Das und der gebotene Komfort hätten ihren Preis und der sei für die Stadtverwaltung derzeit deutlich zu hoch.

 

Nicht ganz so oft saß die für das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement zuständige Manja Grützmacher am Steuer des bayerischen Elektroflitzers. "Es war ein schönes Fahren. Für kurze Strecken könnte ich mir das als Dauerlösung gut vorstellen - auch privat", schildert sie ihre Eindrücke von den Testwochen.Auch die Vielzahl der Displays an Bord, in die die Nutzer eingewiesen wurden, habe sie nicht irritiert.

 

"Ungewohnt geräuschlos", beschreibt Enrico Naumann, der im Sachgebiet Kultur,Tourismus,Vereine und Bibliothek tätig ist, seinen Eindruck von der Fahrweise - nicht nur für die Passanten, sondern auch für den Fahrer. Das habe er als sehr angenehm empfunden. Positiv sei ihm außerdem aufgefallen, dass er trotz seiner 1,97 Meter Länge auf dem Fahrer- und dem Beifahrersitz bequem gesessen habe. "Wenn man den angezeigten Durchschnittsverbrauch hochrechnet, kommt man auf Tankkosten, mit denen kein Benziner mithalten kann", zeigt sich Naumann von der Wirtschaftlichkeit des Fahrzeuges überzeugt. Überrascht habe ihn die Beschleunigung, die das Elektroauto lieferte. Die 170 PS standen in den Papieren, aber sie in Aktion zu erleben - "das geht phänomenal ab". Für die Fahrten im Stadtgebiet hätten die durch den Stromversorger im Bauhof bereitgestellte Möglichkeit zum Aufladen der Batterien genügt. Der Wagen habe nicht einmal jede Nacht an der Dose gehangen.

Axel Kaminski

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