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Oschatz Das letztgeborene Baby auf der Oschatzer Entbindung
Region Oschatz Das letztgeborene Baby auf der Oschatzer Entbindung
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00:27 18.12.2015
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Oschatz

Der Weihnachtsbaum steht schon. „Mit den Kindern haben wir schon mal alles vorbereitet. Ich wusste ja, wenn das Baby da ist, habe ich nicht mehr so viel Zeit“, sagte die Oschatzerin Katrin Fischer (36). Sie und Vater Thomas Kotulla (41) freuen sich riesig über das „Adventsgeschenk“ namens Emma Fleur.

Fleur – der Name stammt aus dem Französischem und heißt Blume – war das letzte Kind, das auf der Oschatzer Entbindungsstation das Licht der Welt erblickte. Die Abteilung wurde am Sonnabend geschlossen (wir berichteten): Es werden in Oschatz zu wenige Babys geboren. Außerdem gibt es ein Personalproblem. Von zehn Hebammen waren zuletzt noch vier im Dienst. Die anderen befinden sich in Elternzeit, Mutterschutz, im Studium sowie und im Krankenstand. Mit vier Hebammen war eine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft nicht zu stemmen.

„Das finde ich sehr traurig, dass es die Station nicht mehr gibt. Nicht nur meine vier Kinder sind hier geboren worden, sondern auch ich. Ich bin eine waschechte Oschatzerin“, sagte sie. Die Geburt von Emma Fleur sei relativ schnell gegangen. „Wir mussten den Notarzt anrufen.“ Glücklicherweise habe es keine Komplikationen gegeben. „Fast wäre es eine Hausgeburt geworden“, ergänzt der stolze Vater.

Es könne andererseits auch größere Schwierigkeiten geben, dazu müssten die gebärenden Frauen beispielsweise nach Wurzen, Riesa oder Grimma fahren. Das könne Katrin Fischer nicht akzeptieren. „Das ist einfach unverantwortlich!“

Jede werdende Mutter, bei der es ernst wird, muss selbst abschätzen, ob sie sich privat in ein Krankenhaus ihrer Wahl fahren lässt oder den Rettungsdienst ruft. Die 36-Jährige weiß, wovon sie spricht. Immerhin hat sie vier Kinder zur Welt gebracht: Marie-Luis (19), Kenneth (11) Fabienne (4) und jetzt Emma Fleur – das „Blümchen“, das gestern drei Tage jung war. Übrigens. „Marie-Luis wurde noch in dem alten Gebäude geboren, in dem, das jetzt Schule ist“, so die 36-jährige Mama.

Die kleine Prinzessin ist das schönste Geschenk für die älteren Geschwister. „Fabienne denkt, das ist ein Püppchen, das sich bewegt“, erzählt die Mutter und muss lächeln. Die Vierjährige freue sich so sehr, dass sie manchmal „ein bisschen hibbelig ist“ beim Umgang mit dem Neugeborenen, so Vater Thomas Kotulla.

Der 41-Jährige und die 36-Jährige arbeiten in einem großen Internet-Versandhaus in Leipzig. „Dort haben wir uns auch kennen gelernt“, erfährt die Oschatzer Allgemeine. Er schiebt Schichten, „das brauche ich nicht. Es ist schön, dass ich die Möglichkeit habe, in Tagschichten zu arbeiten“, freut sich Katrin Fischer.

Für die Oschatzer Familie kann Weihnachten kommen. Ihr Glück ist perfekt. Auch wenn die kleine Emma Fleur noch nichts vom Fest mitbekommt. Möglicherweise spürt sie, dass sie der Mittelpunkt der Familie ist.

Von Gabi Liebegall

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