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Der Flut entgegenkommen

Der Flut entgegenkommen

Sind Sturzfluten und Überflutungen vorhersehbar? Ja, das sind sie - sagen zumindest Experten vom Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft (IWS) Leipzig.

Region Oschatz. Von Gabi Liebegall

Dazu gehört auch Tilo Sahlbach aus Treptitz. Mit ihrer Forschung haben die Experten einen schon fast revolutionären Schritt in Sachen Vorsorge getan.

 

Leider gehören Hochwasser in regelmäßigen Abständen zu Witterungsereignissen, bei denen die Menschen überfordert scheinen. In die Natur einzugreifen, wird den Menschen wie ein Boomerang spürbar zurückgegeben. Zum Beispiel mit Sturzfluten. Auch der Altkreis Oschatz hat das in den vergangenen Jahren immer wieder zu spüren bekommen.

"Das IWS an der Hochschule für Wirtschaft Technik und Kultur (HTWK - d. Red.) in Leipzig erforscht die Möglichkeiten zur Vorhersage von Überflutungsbereichen in besiedelten Raum", erklärt Tilo Sahlbach im Gespräch mit der OAZ.

Ansatz sei, das gesamte Einzugsgebiet zu betrachten und die Fließwege innerhalb der Wasserscheiden (Höhenrücken) mit Hilfe einer speziellen Methode die Fließwege darzustellen.

Grundlage dafür sei ein genaues Höhenmodell, was für Sachsen in einem Raster von zweimal zwei Meter zur Verfügung steht. "Dieser Ansatz wurde nun für die Ortslage Treptitz getestet. Der Regenguss vom 6. Juli 2012 mit bis zu 80 Millimeter Niederschlag wurde mit dem beschriebenen Ansatz am IWS nachmodelliert, um herauszufinden, ob die aufgetretenen Überflutungen vorher berechenbar sind."

Es sei festgestellt worden, dass am Beispiel von Treptitz die Fließwege und aufgetretenen Wasserstände gut mit dem Berechnungsmodell übereinstimmen. "Die Wasserstände von rund 50 bis 60 Zentimetern und das Übertreten des Wassers über den Rehhahnsweg konnten nachgebildet werden", so der Experte. Das hat sich für den Ort bereits ausgezahlt: Um die zweite Kläranlage wurde ein Wall gebaut, damit die Anlage mit ihrer sensiblen Elektronik nicht überflutet wird."

Dieser Ansatz müsse nun noch an anderen dokumentierten Ereignissen weiterentwickelt werden. Ziel soll es sein, Risikokarten zu erstellen, die ähnlich wie bei Gewässern das Risiko einer Überflutung darstellen, damit sich die Anwohner der Gefahr bewusst werden und geeignete Maßnahmen im Vorfeld ergreifen können.

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