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Oschatz Deutschland sucht den Super-Azubi und findet ihn bei Dorow
Region Oschatz Deutschland sucht den Super-Azubi und findet ihn bei Dorow
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18:09 30.05.2014
Martin Lange mit seinen Chefs und seinen Preisen. Quelle: Dirk Hunger

Nicht so im Unternehmen von Hartmut Dorow, Clanchef vom Oschatzer Großhändler Dorow & Sohn KG.

Die Unternehmens-Folklore des Spezialisten für Stahl, Heizung und Sanitär wird fortan wohl auch von jungen Talenten wie Martin Lange bereichert werden. Der 26-Jährige ist Auszubildender im dritten Lehrjahr. Kaufmann im Groß- und Außenhandel will er werden und ist auf dem besten Weg dahin. Seit wenigen Tagen zählt der in Riesa Geborene in seinem Berufszweig zu den drei besten Azubis. Deutschlandweit. Lange belegte den dritten Platz im bundesweiten Wettbewerb, ausgerufen vom Deutschen Großhandelsverband Haustechnik. "Wir sind unglaublich stolz auf ihn", sagt Senior-Chef Hartmut Dorow. Bewährt habe er sich all die Jahre. Fleißig, aufmerksam und immer verlässlich sei er gewesen, erzählt Olivia Reinhardt, Ausbilderin bei Dorow. "Wenn andere junge Leute bemerken, dass mir zum Beispiel ein Stück Papier heruntergefallen ist, kommt der Spruch: ,Sie haben da was verloren', Martin hingegen hätte es jedes Mal aufgehoben", ist sich Reinhardt sicher. Und der Schützling selbst, der gibt sich bescheiden und will anknüpfen an seinen ersten großen Erfolg im noch frischen Berufsleben. "Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig. Mit vollem Ehrgeiz", betont er. Vorbereitungsstress oder aber Prüfungsangst habe er nicht gespürt. "Ich konnte mich schließlich seit Dezember letzten Jahres auf die Anforderungen des Verbands einstellen und bei den Tests selbst herrschte so ein soziales Miteinander, dass ich kaum mehr aufgeregt sein musste", erinnert sich der Preisträger. Mächtig souverän, immerhin hat sich der gebürtige Sachse unter 130 Teilnehmern durchgesetzt, musste lediglich zwei von ihnen Vortritt gewähren. Zudem ist er der einzige aus dem Osten der Republik. "Das ist doch schön, dass die mal sehen, dass wir hier auch was drauf haben." Fragen zur unternehmerischen Rentabilität konnte er mühelos parieren, gleichfalls denen zur Funktionsweise einer Wärmepumpe. Geholfen habe ihm sein ersterlernter Beruf, klärt Lange auf. "Ich habe bereits nach der Schule eine Ausbildung zum Lagerarbeiter absolviert. Mittlerweile weiß ich, dass ich in diesem Job gewiss nicht glücklich geworden wäre", plaudert der Mittzwanziger und ergänzt, dass er dennoch froh über seine damalige Entscheidung sei, weil er heute wisse, wie sich etwa Materialien anfühlen, von denen bei seinem neuen Arbeitgeber die Rede ist.

Fachwissen, das ihm nicht nur den Erfolg im Wettstreit eingebracht hat, sondern auch Hartmut Dorow imponiert. "Fest steht, dass wir ihn nach der Lehre übernehmen", versichert der Firmenchef. Im Sommer diesen Jahres wird es soweit sein. Dann wird Martin Lange vom Azubi- ins Angestelltendasein wechseln. Ob er sich seine Zukunft genauso vorgestellt hat? "Ja, ich freue mich wirklich sehr über diese Chance. Ich bin heimatverliebt, hier zu bleiben und den Job auszuüben, den ich mag, das ist mehr als toll."

Juliane Lange

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