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Dezernent Horst Winkler geht in Rente

Abschied Dezernent Horst Winkler geht in Rente

Mit Horst Winkler verabschiedet sich die nächste Führungsfigur aus dem Landratsamt Nordsachsen. Nach 25-jähriger Tätigkeit in der Behörde. Im Interview spricht der Fan vom FC St. Pauli über die dritte Halbzeit in seinem Leben und das Leben während und nach der Arbeit.

Horst Winkler in seinem Büro auf Schloss Hartenfels.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Nach Landrat Michael Czupalla und Sozialdezernent Günter Sirrenberg verabschiedet sich mit Horst Winkler die nächste Führungsfigur aus dem Landratsamt Nordsachsen. Nach 25-jähriger Tätigkeit in der Behörde, zunächst in Eilenburg, später in Delitzsch und Nordsachsen, bestreitet der Hauptdezernent heute seinen letzten Arbeitstag. Winkler hatte das Haupt- und Personalamt, das Kommunalamt, das Schul- und Liegenschaftsamt und den Eigenbetrieb Bildungsstätten mit Volkshochschule und Musikschule unter sich. Im Interview mit der LVZ spricht der Fan vom FC St. Pauli über die dritte Halbzeit in seinem Leben und die Zeit während und nach seiner Arbeit in der Behörde.

Abschied nach der Silberhochzeit, wie fühlen Sie sich heute, an Ihrem letzten Arbeitstag?

Es ist das Bewusstsein, dass ein langer Lebensabschnitt zu Ende geht.

Was viele nicht wissen, Sie sind Berliner. Kehren Sie Nordsachsen heute vollständig den Rücken?

Die Kontakte nach Nordsachsen werden durch familiäre und freundschaftliche Verbindungen bestehen bleiben.

Was werden Sie hier vermissen?

Was schwerfällt, ist die Trennung von Menschen, mit denen man viele Jahre zusammengearbeitet hat und mit denen man vertraut ist.

Was nicht?

Die zunehmende Bürokratisierung der Gesellschaft und die damit immer enger werdenden Möglichkeiten der Gestaltung von Prozessen.

Für die Bürgermeister und Oberbürgermeister galten Sie als Partner, sind daraus gar Freundschaften entwachsen?

Ein partnerschaftliches Verhältnis war mir immer wichtig. Auch das vertrauensvolle Miteinander mit Kreisräten, Schulleitern und Verantwortlichen anderer Behörden, Institutionen und Ehrenamtlichen in den Vereinen. Mit aktiven und ehemaligen Oberbürgermeistern und Bürgermeistern und engen Mitstreitern werde ich auch zukünftig freundschaftlich verbunden sein und persönliche Kontakte pflegen.

Gibt es Freundschaft im Amt?

Alle Ergebnisse sind nur durch die Einbeziehung motivierter Mitarbeiter und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Im Team wurden Entscheidungsvorschläge erarbeitet, welche auch die Bestätigung durch den Kreistag fanden.

Sie haben unter drei Landräten gedient. Was ist davon hängengeblieben, was erzählen Sie den Enkeln über die Herren Schreinicke, Czupalla und Emanuel?

Unter Landrat Schreinicke waren es die Aufbruchstimmung und der Elan der ersten Jahre zur Gestaltung. Bei Landrat Czupalla bewunderte ich seine ständige Präsenz. Es war sein Anspruch, nicht nur den Ist-Zustand zu verwalten, sondern gestalten zu wollen und zu können. Dabei verstand er es zu überzeugen und unterschiedliche Interessen und die Mitarbeiter bei der Lösungsfindung einzubeziehen. Herr Landrat Emanuel ist erst kurz im Amt. Er wird sich noch profilieren und eigene Schwerpunkte setzen.

Welche personellen Entscheidungen haben Ihnen besondere Freude bereitet, welche nicht.

Die durch die Kreisgebietsreform notwendigen Neustrukturierungen der Kreisverwaltung einschließlich der damit verbundene Personalabbau konnten ohne betriebsbedingte Kündigungen gewährleistet werden. Dies war nur durch ein kollegiales Miteinander des Personalamtes mit dem Landrat, den Dezernenten und Amtsleitern und durch konstruktive Zusammenarbeit mit dem Personalrat möglich.

Ihnen wird auch nachgesagt, autoritär zu sein, ohne autoritär zu sein. Wie kriegt man das hin?

Durch die Einbeziehung der Mitarbeiter und den Glauben, für Probleme Lösungen zu finden, und diese dann konsequent umzusetzen.

Sie werden aber auch als Sanierungs-Papst bezeichnet, besonders mit Blick auf Schloss Hartenfels in Torgau. Wie wird man das, was haben Sie gemacht?

In all den Jahren war die Verbesserung der baulichen und materiell technischen Bedingungen an den Schulen in Trägerschaft des Landkreises Arbeitsschwerpunkt. Um Zuständigkeiten zu bündeln, wurden deshalb der Hochbau und die Liegenschaften dem Schulverwaltungsamt meines Dezernates als Sachgebiet zugeordnet. Schloss Hartenfels war dann ab 2008 eine neue und große Herausforderung. Diese umfangreichen Sanierungen waren jedoch nur durch die großzügige Förderung von Bund und Freistaat Sachsen, der konzeptionellen Unterstützung durch das Landesamt für Denkmalpflege und die hervorragende Arbeit der an den Investitionen beteiligten Mitarbeiter, Planer, Restauratoren und Baubetriebe einschließlich einer engen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Torgau möglich.

Ihnen werden aber auch noch andere Verdienste, besonders im Bereich der Schulen nachgesagt. Was ist da für Sie das Herausragende?

Neben den bereits genannten Investitionen an den Schulen hatte die Schulnetzplanung große Aufmerksamkeit. Im Einvernehmen mit den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern galt es, Lösungen zum Erhalt des vorhandenen Schulnetzes zu finden. Die mit dem neuen Sächsischen Schulgesetz geplanten Regelungen bestätigen unsere Lösungsoptionen zum Erhalt der Grundschulen und Oberschulen im ländlichen Raum. Im Schulbereich war mir eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Schulleitern und den Verantwortlichen der Sächsischen Bildungsagentur und des Kultusministeriums wichtig. Nicht unerwähnt soll auch das vertrauensvolle Miteinander mit dem Kreiselternrat bleiben.

Was hätten Sie gern anders, besser auf die Reihe bekommen?

Es gibt sicher immer Dinge, welche man im Nachhinein mit dem Wissen von heute anders bewerten könnte. Grundsätzlich hätte ich jedoch wieder so gehandelt.

Welche Herausforderungen hinterlassen Sie in Ihrem Bereich?

Entwicklungen sind nie abgeschlossen und mit stets neuen Herausforderungen verbunden. Mein ehemaliger Bereich ist umfangreich bei der Umsetzung des aktuellen Investitionsprogrammes „Brücken in die Zukunft“ gefordert. Die begonnenen Profilierungen der Berufsschulen im Landkreis gilt es fortzuführen. Dies sind einige von vielen Herausforderungen.

Worauf freuen Sie sich in Zukunft, was hält die dritte Halbzeit für Horst Winkler bereit?

Die dritte Halbzeit ist nach dem Spiel. Die beruflichen Anforderungen und die Kolleginnen und Kollegen waren mir wichtig. Auf die neuen Herausforderungen mit der Familie und mit Freunden freue ich mich. Einen Masterplan dafür habe ich noch nicht.

Von Frank Pfütze

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Landkreis: Nordsachsen

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