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Diakonie: Fusion von Oschatz und Delitzsch ist beschlossene Sache

Soziales Diakonie: Fusion von Oschatz und Delitzsch ist beschlossene Sache

Im Gespräch ist ein Zusammenschluss der Diakoniewerke Oschatz-Torgau und Delitzsch-Eilenburg schon seit längerer Zeit. Nun ist die Fusion beschlossene Sache, wird jedoch frühestens im nächsten Jahr über die Bühne gehen. In der Diakonie Oschatz-Torgau gibt es zudem einen neuen Geschäftsführer. Gernot Dörfel wird Ende August ins Amt eingeführt.

Die Diakonie Torgau-Oschatz betreibt in Oschatz das Altenpflegeheim „Helene Schweitzer“.Foto: Dirk Hunger

Oschatz/Delitzsch. Die Fusion der Diakonischen Werke Oschatz-Torgau und Delitzsch-Eilenburg rückt näher. „In dem Gesprächs- und Konsultationsprozess mit dem zweiten Diakonischen Werk in unserem Landkreis Nordsachsen, dem diakonischen Werk Delitzsch-Eilenburg, sind wir soweit fortgeschritten, dass wir eine Zusammenarbeit anstreben mit dem Ziel, beide Diakonischen Werke – Oschatz-Torgau und Delitzsch-Eilenburg – in Zukunft zusammenzuführen“, teilt der Oschatzer Pfarrer Christof Jochem mit, der gleichzeitig Vorsitzender des Diakonischen Werkes Oschatz ist. Diakonie bezeichnet die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Für die Fusion gibt es noch keinen festen Termin, frühestmöglich kann sie 2017 vollzogen werden.

Auslöser für diese Bestrebungen war das Ausscheiden von Klaus Bär als Geschäftsführer der Diakonie Torgau-Oschatz, der zum 30. Junin in den Ruhestand gegangen ist. Ursprünglich gab es Überlegungen, sich durch den Anschluss an einen benachbarten Verein die Suche nach einem Nachfolger zu ersparen. Davon ist mittlerweile keine Rede mehr. Wenn Klaus Bär am 28. August während eines Gottesdienstes in der St. Aegidienkirche offiziell verabschiedet wird, soll auch gleich sein Nachfolger in das Amt eingeführt werden. Dabei handelt es sich um Gernot Dörfel, der bisher das Diakonische Werk Auerbach im Vogtland mit 500 Angestellten geleitet hat. „Ich möchte meine Erfahrungen hier einbringen“, sagte der 48-Jährige auf OAZ-Anfrage. Wichtig seien ihm Stabilität, Weiterentwicklung und ein schärferes Profil des Diakonischen Werkes Oschatz-Torgau. Der Fusion mit Delitzsch-Eilenburg, wo Geschäftsführer Thomas Rauer im nächsten Jahr in den Ruhestand geht, steht Dörfel aufgeschlossen gegenüber. „Ich bin ein Verfechter von Strukturen, mit denen Synergien freigesetzt werden können.“ Das sei zum Beispiel mit dem Betrieb mehrerer Pflegeheime möglich. Angst um seinen Job muss Dörfel auch nach einer Fusion von Oschatz-Torgau mit Delitzsch-Eilenburg nicht haben, denn künftig ist eine Doppelspitze in der Geschäftsführung geplant.

Nach Angaben von Christof Jochem werden die Fusionsgespräche mit Delitzsch-Eilenburg seit zwei Jahren intensiv geführt. Dabei habe sich herausgestellt, so Jochem, „dass unsere Arbeit sinnvollerweise auf die Bezugsgröße des Landkreises Nordsachsen bezogen ist und nicht primär auf den Kirchenkreis.“ Zudem gebe es hier die Besonderheit, dass im Diakoniewerk Torgau-Oschatz über die Landeskirchengrenzen hinweg gearbeitet werde. Oschatz gehört zur sächsischen Landeskirche und Torgau zur Mitteldeutschen Kirche.

Im Diakonischen Werk Torgau-Oschatz sind etwa 110 Mitarbeiter beschäftigt. Die Diakonie in Oschatz betreibt ein Seniorenpflegeheim, den Hospizdienst und sichert die Kirchenbezirkssozialarbeit ab. Außerdem gibt es Beratungsstellen für Suchtkranke und Schwangere und seit drei Jahren das Projekt „Alltagsbegleitung“. Die Diakonie Delitzsch-Eilenburg betreibt zehn Kindertagesstätten, ein Altenpflegeheim und bietet Tagespflegeplätze sowie eine Seniorenbegegnungsstätte an.

Von frank hörügel

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Oschatz
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