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Diakonie Torgau-Oschatz auf der Suche nach neuen Mitgliedern

Soziale Einrichtung Diakonie Torgau-Oschatz auf der Suche nach neuen Mitgliedern

Das Diakoniewerk Torgau-Oschatz ist einer der großen Sozialorganisationen in der Region. Seit kurzem hat die Organisation nicht nur einen neuen Geschäftsführer. Der stellte sich unlängst bei der Vollversammlung vor. Außerdem wurde über die weitere Werbung von neuen Mitgliedern für die Diakonie diskutiert.

Die Oschatzer Diakonie setzt verstärkt auf Mitgliederwerbung.

Quelle: Kay Würker

Oschatz. Zu den kleinsten Diakonievereinen in Sachsen gehört der in der Oschatzer Region. Mit der Wendezeit aus der Inneren Mission hervorgegangen und heute als Diakonisches Werk Oschatz e. V. aktiv, ist der Verein einer der beiden Gesellschafter der Diakonie Oschatz – Torgau gemeinnützige GmbH, die in Oschatz ihren Sitz hat und neben dem Oschatzer Seniorenheim Helene Schweitzer und einer Kindertagesstätte in Torgau Träger für verschiedene Beratungsangebote in der Region ist. Rund 100 Mitarbeiter sind hier in den verschiedenen Arbeitsbereichen beschäftigt

Der Verein zählt derzeit rund 270 Mitglieder. Das klingt viel, doch ein Blick in die Mitgliedsdaten verrät, dass davon der Großteil bereits jenseits des 65. Lebensjahres sich befindet. Mitgliedergewinnung, aktives Wirken in der Öffentlichkeit, Vermittlung des Diakonie-Gedankens als Dienst am Menschen und die damit verbundenen Hilfsangebote vor Ort - all das waren deshalb Themen auf der jüngsten Mitgliederversammlung des in Oschatz ansässigen Vereins. Vereinsvorstand Pfarrer Christof Jochem gab es halb in seinem Rechenschaftsbericht einen Überblick über die Arbeit der vergangenen Monate. Eine Zeit, die gekennzeichnet war von mancher Veränderung, aber auch am Festhalten von Bewährtem. So konnte beispielsweise das Projekt Alltagsbegleiter in Kooperation mit der Oschatzer Kirchgemeinde weiter ausgebaut werden. „Seit drei Jahren wird dieses niederschwellige Angebot zunehmend angenommen“, berichtete Jochem. Zwei Veranstaltungen im Jahr mit interessanten Vorträgen werden durch den Verein öffentlich organisiert. Gut besucht war der Diakonie-Sonntag. Regelmäßig treffe sich der Vorstand, um über aktuelle Fragen zu beraten, aber auch um Weichen für Künftiges zu stellen. Denn nicht nur auf Kirchenebene, sondern auch bei der Diakonie werde über zukunftsweisende Strukturen nachgedacht. Da in diesem Jahr ein Wechsel der Geschäftsführung bei der gemeinnützigen GmbH ins Haus stand, wurde darüber nachgedacht und mit den möglichen Partnern in Delitzsch- Eilenburg beraten, Strukturen auf Landkreisebene bei der diakonischen Arbeit in der Praxis zu bilden. „Die Gespräche auf diesem Gebiet sind weit gediehen“, so Jochem. Manches konnte dabei auf den Weg gebracht werden. Eng verbunden ist damit der Eintritt von Gernot Dörfel als neuer Geschäftsführer und Uwe Redel als Nachfolger in der Buchhaltung. Beide Positionen in der gemeinnützigen Gesellschaft mussten altersbedingt neu besetzt werden. Es komme darauf an, das Diakonische Werk zu konsolidieren und Stabilität im bereits vorhandenen Angebot zu erreichen, dabei zugleich sich auftuende Chancen für eine weitere Profilierung zu nutzen. Das müsse einhergehen mit der Schärfung des diakonischen Profils.

In Torgau habe das Diakonische Werk neue Räume bezogen. In Oschatz könne das im nächsten Jahr geschehen. Derzeit ist die Diakonie Mieter bei der Oschatzer Kirchgemeinde. Die Räume sind nicht barrierefrei. Im Zuge der Forderung im Teilhabegesetz nach Barrierefreiheit ab 2018 bei Beratungsdiensten und öffentlich zugänglichen Einrichtungen, plant die Oschatzer Kirchgemeinde ein Teil der Gebäude am Kirchplatz 2 um- und auszubauen. Im 2. Halbjahr 2017 könnte dann die Diakonie dieses Domizil beziehen. Für 2017 sind wieder öffentliche Vortragsangebote geplant, einen Diakonietag soll es wieder geben und auch auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit liegt einer der Schwerpunkte der Arbeit.

Von Bärbel Schumann

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