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Oschatz Diakonie Torgau-Oschatz will Zusammenarbeit mit Delitzsch-Eilenburg
Region Oschatz Diakonie Torgau-Oschatz will Zusammenarbeit mit Delitzsch-Eilenburg
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00:44 30.04.2018
Gernot Dörfel (r) berichtet über die Arbeit des Vereins zur Mitgliederversammlung.
Oschatz

Mit dem Begriff Diakonie verbinden viele Menschen christlich geprägtes soziales Engagement, Dasein für Schwache und Hilfsbedürftige. In der Oschatz – Torgauer Region steht dafür das Diakonische Werk Oschatz-Torgau als gemeinnützige GmbH. Was viele Menschen jedoch nicht wissen: Das Werk würde es ohne die beiden Diakonievereine in Oschatz und Torgau nicht geben. Sie sind sein Träger und zugleich auch die Gesellschafter.

In Oschatz hat der Diakonieverein derzeit über 200 Mitglieder

In Oschatz hat der Diakonieverein derzeit über 200 Mitglieder, der Großteil von ihnen ist hoch betagt. Sie alle waren zur Mitgliederversammlung mit Rechenschaftslegung des Vorstandes über seine Arbeit im vergangenen Jahr in diesen Tagen nach Oschatz eingeladen. Vereinsvorsitzender Christof Jochem informierte über Höhepunkte und den Vereinsalltag. Der war 2016 spannend, denn ein altersbedingter Geschäftsführerwechsel im Diakonischen Werk musste gemeistert werden. Der bisherige Geschäftsführer Klaus Bär wurde in den Ruhestand verabschiedet, mit Gernot Dörfel wurde ein fachkompetenter neuer gefunden. Mit dem Wechsel an der Führungsspitze der Tochtergesellschaft mussten auch Probleme in der gemeinnützigen Gesellschaft gemeistert werden.

Gespräche mit den Diakonievereinen in Delitzsch-Eilenburg

„Als Vorstand führten wir eine ganze Reihe an Gesprächen mit den Diakonievereinen in Delitzsch-Eilenburg mit dem Ziel der Kooperation und Zusammenarbeit“, resümierte Jochem. Auch wenn es um dieses Thema ruhig geworden sei, vom Tisch ist es für die Oschatzer noch nicht.

Höhepunkte im Jahr 2016 waren das Jubiläum „10 Jahre ehrenamtliches Engagement in der Hospizarbeit“ in Oschatz mit einem Vortragsabend und einem thematischen Gottesdienst. Auf der kleinen Gartenschau in Oschatz war der Verein ebenso vertreten.

Im Laufe der Mitgliederversammlung informierte der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Gernot Dörfel über die aktuelle Situation in der Gesellschaft und die Pläne für die nahe Zukunft.

Stabilisierung an erster Stelle

Seit er die Leitung übernommen hat, gab es eine ganze Reihe von strukturellen Maßnahmen mit dem Ziel, die gemeinnützige Gesellschaft auf stabilere Füße, auch mit Blick auf die Zukunft, zu stellen. „Als Erstes stand die Stabilisierung auf dem Programm“, so der neue Geschäftsführer. Das sei angesichts der schwierigen finanziellen Situation bei seiner Übernahme nicht einfach, nur mit Mühe, Zeit und Kraft zu schaffen gewesen.

Inzwischen hat der Werk eine Struktur erhalten, die Effizienz ermöglicht, Mitarbeiter in ihren Verantwortlichkeiten beim Wort nimmt, zukunftsträchtig ist und dabei ebenso diakonische Werte zum Tragen bringt.

Werk steht auf drei Säulen

Während das Werk früher in zwei Hauptbereiche gegliedert war, sind es nun drei Säulen, auf denen es steht. Die erste Säule ist der Pflegebereich mit dem Senioren- und Pflegeheim Helene Schweitzer in Oschatz. Für die Diakonie ist hier vorstellbar, dieses Gebiet durch ambulante Angebote wie Tagespflege sowie Vollzeit-Angebote für Demenzkranke zu erweitern.

Die zweite Säule ist umfangreich. Hierzu gehören Kinder-, Jugend- und Familienangebote, aber auch die Jugendhilfe, Jugendimigrationsdienst und die Kita der Diakonie in Torgau. In diesem Bereich gibt es bereits seit September mit einer Ehe-, Familien- und Lebensberatung ein neues Angebot für die Oschatzer und Torgauer Region. Zudem wird sich das Diakonische Werk in der Schulsozialarbeit in Torgau engagieren.

Die dritte Säule steht für Hilfen für Menschen mit psychischen Krankheiten und Suchterkrankungen.

Für Gernot Dörfel stehen aber auch die Stärkung des diakonischen Profils sowie die Weiterentwicklung des Werkes auf der Tagesordnung. Denn so Dörfel, wer sich nicht weiter entwickele, stagniere und könne verlieren.

Dank zollte er allen Mitarbeitern, die in den vergangenen Monaten eine ausgezeichnete Arbeit geleistet hätten. Das Neue in der täglichen Arbeit umzusetzen, sei nicht leicht gewesen. Als Beispiel nannte er die von der Diakonie organisierten Ferienfreizeiten für Kinder aus sozial schwachen Familien und den Familientag im August rund um die Klosterkirche. Er sei dankbar für so viel gezeigten Einsatz und die Zusammenarbeit mit dem Diakonie-Verein.

Von Bärbel Schumann

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