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Oschatz Diakonie in Oschatz sieht keinen Bedarf für Hospizzentrum am Collm
Region Oschatz Diakonie in Oschatz sieht keinen Bedarf für Hospizzentrum am Collm
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06:02 05.04.2018
gt Quelle: picture alliance / dpa
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Oschatz

In Leisnig wurde unlängst ein stationäres Hospizzentrum eröffnet, in Torgau wird derzeit eines gebaut und voraussichtlich im kommenden Jahr eröffnet. In Oschatz gibt es für solch eine Einrichtung jedoch keinen Bedarf, sagt Ina Jochem. Die Koordinatorin des Ambulanten Ökumenischen Hospizdienstes der Diakonie Oschatz-Torgau im Raum Oschatz ist federführend beim 2. Nordsächsischen Hospiztag am 5. Mai im Thomas-Müntzer-Haus am Altmarkt (siehe Kasten). Wer teilnehmen möchte, kann sich noch bis 13. April anmelden.

Wunsch, zu Hause zu sterben

In der Planung der Diakonie Oschatz-Torgau ist ein Hospizzentrum am Collm bisher noch nicht vorgesehen. Ina Jochem verweist auf die bestehende Palliativstation der Oschatzer Collm-Klinik und zahlreiche ambulante Pflegedienste und andere Träger, die im Falle besonders intensiver Pflegebedürftigkeit stationär helfen können. Ehe die Pläne für die Hospize in Leisnig und Torgau Gestalt annahmen, gab es die nächsten stationären Einrichtungen zur Sterbebegleitung in Leipzig und Radebeul – relativ weit entfernt von Oschatz.

„Ein Hospizaufenthalt kommt wirklich nur dann in Frage, wenn Menschen beispielsweise nach einem Palliativaufenthalt nur mit nicht vertretbarem Aufwand zu Hause gepflegt werden könnten oder wenn gar keine Verwandten oder angehörigen Personen mehr da sind, die die Pflege übernehmen oder organisieren können“, grenzt Jochem klar ab. Für viele, vor allem ältere Menschen, sei es gar der ausdrückliche Wunsch, die letzten Stunden in den eigenen vier Wänden zu verbringen – und nicht in einer fremden Umgebung.

Referenten aus Berlin, Leipzig und Dresden

Sterbebegleitung hat viele Facetten. Um all jene, die damit beruflich oder ehrenamtlich in Berührung kommen, zusammen zu führen und einen Austausch zu erleben, findet der 2. Nordsächsische Hospiztag statt. Ina Jochem hat sich entschlossen, die Anmeldefrist um eine Woche zu verlängern – da es bisher an Interessenten mangelt. Das Angebot richtet sich an ehrenamtliche Hospizhelfer, Träger von Pflegeeinrichtungen, Ärzte, Angehörige und alle, die mehr über Hospizarbeit erfahren möchten. Denn, so Ina Jochem, Sterbebegleitung ist, genau wie der Tod, nach wie vor ein Thema, über das man ungern spricht. Auch um dieses Tabu zu brechen, findet der Tag in Thementag in Oschatz statt.

Angekündigt sind für den Termin am 5. Mai Referenten aus Berlin, Dresden und Leipzig. Kulturell umrahmt wird der Tag von einem Künstler aus Münster. Workshops, Vorträge und Diskussionen widmen sich mehreren Aspekten der Sterbebegleitung.

Verein als wichtiger Baustein

Ebenfalls in den Fokus rückt zum Thementag in der Stadthalle der Förderverein für die Hospizarbeit in Nordsachsen. Dieser wurde zur Co-Finanzierung des stationären Hospizhauses in Torgau gegründet. Ina Jochem ist Mitglied im Verein und setzt auch auf die Kooperationen mit den dort Aktiven. Denn auch das Engagement in solch einem Gremium sei ein wichtiger Baustein zur Enttabuisierung.

Anmeldung per E-mail an geschaeftsstelle@dw-ot.de oder per Fax an 03435 66 60 725. Weitere Informationen bei Ina Jochem, Telefon: 03435 92 10 35 oder 0151 17 15 34 63

Von Christian Kunze

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