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Dickere Stromleitungen bei Zaußwitz nötig

Energie Dickere Stromleitungen bei Zaußwitz nötig

Die Betreiber der 110 Kilovolt-Stromnetze in Ostdeutschland haben kürzlich einen gemeinsamen Netzausbauplan vorgelegt. Da er sich mit den Prognosen für die kommenden zehn Jahre beschäftigt, heißt er NAP 2027. Für die Collm-Region sind demnach aber keine neuen Stromtrassen erforderlich – aber dickere Stromleitungen.

Diese Stromtrasse bei Zaußwitz taucht im Netzausbauplan 2017 auf.

Quelle: Axel Kaminski

Zaußwitz. Die Betreiber der 110 Kilovolt-Stromnetze in Ostdeutschland haben kürzlich einen gemeinsamen Netzausbauplan vorgelegt. Da er sich mit den Prognosen für die kommenden zehn Jahre beschäftigt, heißt er NAP 2027. Darin stellen sie grundlegenden Ausbaubedarf der Netze fest, für die Collm-Region sind demnach aber keine neuen Stromtrassen erforderlich.

Höhere Kapazitäten beim Stromtransport resultieren nicht durch einen höheren Verbrauch. Vielmehr besteht hier, wie in vielen anderen ländlichen Gebieten ohne Großabnehmer, sprich große Industrieansiedlungen, die Herausforderung darin, in der Fläche erzeugte Energie abzutransportieren. Der Ausbaubedarf durch die Integration vorhandener und weiter hinzukommender dezentraler Erzeugungsanlagen sei bestimmend für hohe Netzinvestitionen der Netzbetreiber, heißt es im Netzausbauplan. Dazu müssten in Schwerpunktregionen 110-kV-Netze errichtet oder vorhandene Netze massiv verstärkt werden.

Verdoppelung der Energieerzeugung aus Solarenergie bis 2022

Um solche Ausbauschwerpunkte zu definieren, haben die Netzbetreiber bei ihren Prognosen insbesondere den Starklast- und den Erzeugungsfall betrachtet. Das ist einerseits der Zustand, in dem viel Strom verbraucht und gleichzeitig durch Wind und Sonne keine Energie erzeugt wird. Andererseits wurden die Anforderungen an das Stromnetz bei maximaler Ausbeute aus Wind und Sonne bei schwachen Strombedarf betrachtet. Bei ihrer Prognose gehen die Netzbetreiber von einem Potenzial zur Verdoppelung der Energieerzeugung aus Solarenergie bis 2022 aus. Für den gleichen Zeitraum wird mit einer Steigerung der Energieerzeugung aus Wind und Biomasse um jeweils 30 Prozent gerechnet.

Die Betreiber der Strom-Flächennetze im Osten Deutschlands erwarten für 2027 eine installierte Energieerzeugungsleistung von 47,2 Gigawatt. Entsprechend ihrer gemeinsamen Prognose müssen bis 2027 insgesamt 445 Kilometer Trassen neu errichtet und 2156 Kilometer verstärkt werden.

Die Mitnetz Strom sieht für die Collm-Region keine eigenständigen Projekte als erforderlich an. Allerdings prognostiziert der ostsächsische Netzbetreiber Enso einen Bedarf zur Verstärkung der Trasse vom Umspannwerk in Streumen bei Zeithain über Riesa-Nord nach Oschatz. Diese Trasse führt von Riesa über die Strehlaer Ortsteile Unterreußen und Großrügeln nach Zaußwitz, Gaunitz und von da nach Oschatz.

Keine eigenständigen Projekte für Collm-Region

„Diese 110 kV-Leitung ist teilweise überlastet und musste auch schon abgeregelt werden“, erläutert Enso-Pressesprecherin Claudia Kuba. Grund seien hohe Erzeugungsleistungen von Anlagen, die regenerative Energien nutzen, gewesen. „Eine Verstärkung der Trasse, wie sie im Netzausbauplan vorgesehen ist, bedeutet, dass die Trasse nicht verändert wird“, betont Claudia Kuba. Denkbar sei, die vorhandenen Leiterseile abzunehmen und durch solche mit einem höheren Querschnitt zu ersetzen. Eine weitere Variante könne die Nutzung von Leitern sei, die höheren Temperaturen gewachsen sind und so mehr Leistung übertragen können.

Für den Austausch der Leiterseile würden kurzfristig Flächen an den Trassen in Anspruch genommen. Wann das konkret passiere, ließe sich jetzt noch nicht sagen. Das hänge unter anderem auch davon ab, ob und wie viele Einspeiser sich noch ansiedeln.

Generell würden bei einer Verstärkung der Trasse keine neuen Masten errichtet. Im Einzelfall sei das aber – abhängig von deren Zustand – nicht auszuschließen.

Von Axel Kaminski

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