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Die Feuerwehr-Familie aus Schweta

Die Feuerwehr-Familie aus Schweta

Die Tandels sind eine besondere Familie. Vor kurzem erblickte Mia als deren dritter Spross das Licht der Welt."Was nicht ist, kann ja noch werden", erklärt Mama Peggy Tandel lachend.

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Begeisterte Feuerwehr-Familie: Jörg und Peggy Tandel mit ihren beiden Kindern Anne und Lucas aus Schweta ziehen in ihrer Freizeit an einem Strang und sind aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schweta.

Quelle: Sven Bartsch

Die Tandels sind eine besondere Familie. Vor kurzem erblickte Mia als deren dritter Spross das Licht der Welt. Sie unterscheidet sich von ihren Geschwistern Anne und Lucas sowie Papa Jörg und Mama Peggy vor allem in einem: Sie ist noch nicht Mitglied der Schwetaer Feuerwehr.

 

"Was nicht ist, kann ja noch werden", erklärt Mama Peggy Tandel lachend. Sie ist bei der Ortswehr für die Jugendfeuerwehr verantwortlich. Ihr Mann Jörg steht seit 2011 an der Spitze der Schwetaer Feuerwehrleute. Anne (12) gehört - wie ihr Bruder Lucas (6) - der Jugendfeuerwehr an. So kommt es nicht selten vor, dass sich bei Familie Tandel das Gespräch am Esstisch manches um das Thema Feuerwehr dreht.

 

Seit dem Jahr 2001 ist Peggy Tandel Jugendwart bei der Ortswehr. Sie hat dabei 22 Mädchen und Jungen unter ihren Fittiche und wird von weiteren Helfern in dieser Funktion unterstützt. Als sie ab 1991 Nachwuchsfeuerwehrfrau war, hätte sie nicht zu träumen gewagt, einmal selbst die Truppe zu leiten. Heute möchte sie diese Aufgabe nicht missen. "Es macht einfach Spaß, mit jungen Leuten zu arbeiten. Alle 14 Tage haben wir sonnabends unseren Dienst. Darüber hinaus machen wir aber auch eine ganze Menge anderer Dinge wie zelten, gemeinsam feiern, auf Exkursion gehen", erklärt Peggy Tandel.

 

Für die Mutter war klar, dass Anne und Lucas bei der Jugendwehr mitmachen. "Ich hab sie nicht gedrängt, denn ihnen soll es ja Spaß machen", erklärt sie. Ihr Vater, der selbst bei der Wehr war, habe ihr damals auch freigestellt, ob sie sich der Jugendwehr anschließe. Beruflich ist das ehrenamtliche Engagement gut vereinbar. "Ich habe als Postmitarbeiterin genauso einen Dienstplan wie ich ihn für die Jugendwehr erstelle. Da kann vieles abgestimmt werden", erklärt Peggy Tandel.

 

Dass ihr Mann auch einmal in der Feuerwehr aktiv sein würde, war nicht voraussehbar. "Es war pures Glück, dass wir gleiche Interessen haben", bestätigt Jörg Tandel. Seit vielen Jahren engagiert sich der gebürtige Wermsdorfer ehrenamtlich in Freiwilligen Feuerwehren. Begonnen hat er in seinem Heimatort Wermsdorf, wo er bis 1994 insgesamt 13 Jahre aktiv war. Dann arbeitete er in Oschatz mit, bevor er durch seine Frau 2007 bei der Schwetaer Ortswehr landete. Hier hat sich der Familienvater inzwischen bis zum Wehrleiter qualifiziert und hochgearbeitet.

 

"Für mich ist es ein schöner Ausgleich zu meinem Beruf als Altenpfleger", erklärt der Schwetaer. Außerdem, so Jörg Tandel, sei die Arbeit bei der Feuerwehr sehr facettenreich. Die Beschäftigung mit der Technik, im richtigen Moment beim Einsatz das Richtige zu tun, die Kameradschaft unter den Feuerwehrleuten - all das sind Dinge, die Jörg Tandel in seinem Alltag nicht missen möchte.

 

Die Schwetaer Wehr sei vom Alter her eine sehr junge Wehr, da macht man viel auch außerhalb von Dienst und Einsatz. "Das schweißt zusammen und man unterstützt sich auch gegenseitig, wenn mal ein Auto nicht richtig funktioniert oder der eine oder andere einen Tipp beim Bauen, im Garten oder sonst benötigt", erklärt er. Erst vor wenigen Tagen habe sich der gute Zusammenhalt wieder einmal gezeigt, als die Mitglieder einen Feuerwehrmann zum Polterabend überraschten.

 

Die Tandels freuen sich, dass ihre Kinder selbst so aktiv wie sie in der Feuerwehr sind. Was aus Klein-Mia wird, wissen sie noch nicht. Aber bei so vielen Vorbildern in der Familie ist es nicht ausgeschlossen, dass eines Tages fünf statt - bisher vier - Mitglieder der Schwetaer Feuerwehr am Tisch sitzen.

Bärbel Schumann

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