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Oschatz "Die Mitarbeiter sind stolz wie Oskar"
Region Oschatz "Die Mitarbeiter sind stolz wie Oskar"
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16:29 16.11.2012
Bäckermeister Peter Wentzlaff zuckert hier einen leckeren Riesenstollen. Dessen Qualität schätzt neben seinen Kunden auch ein Fachmagazin hoch ein. Quelle: Sven Bartsch
Sornzig

Von Heinz Großnick

"Das ist Wahnsinn. Wir sind überglücklich. Ich habe heute gleich die Belegschaft zusammengeholt. Die Mitarbeiter sind stolz wie Oskar", sagte der Bäckermeister gestern gegenüber dieser Zeitung. Die erfolgreiche Bewertung führt Wentzlaff auf mehrere Tatsachen zurück. "Wir haben sehr sehr wenige Reklamationen und sind seit einem Jahr der einzige Betrieb, der keine industriellen Backwaren einsetzt." Alle Rohstoffe beziehe das Unternehmen aus der Region. Zum Einsatz kommen nur chemiefreie Stoffe. "Wir sind nach 60 Jahren außerdem der erste Betrieb, der für die jüdische Gemeinde in Leipzig produzieren darf. Alle Backwaren sind koscher. Dafür haben wir ein Zertifikat. Wir können den Reinheitsgrad nachweisen, das ist nicht nur ein Werbegag", verdeutlicht Wentzlaff.

Zudem verwende das Unternehmen für seine Produkte traditionelle Rezepte. "Vieles haben wir aus Großmutters Zeiten herausgeholt. Der Erfolg gibt uns recht. Doch dafür müssen wir unsere Leute auch besonders gut schulen und sehr pingelich bei der Arbeit sein." Vor allem sei bei den Kunden die Dinkel-Vollkornschiene beliebt, also Waren, die mit Natursauerteig gefertigt werden.

Das Backhaus Wentzlaff betreibt nach Angaben des Inhabers insgesamt 17 Filialen, beschäftigt 100 Mitarbeiter und ist jährlich auf 400 Wochenmärkten unterwegs.

Dafür, dass die Kunden zufrieden mit den Backwaren sind, nennt Wentzlaff ein weiteres Beispiel: "In Leipzig haben sechs Studenten die Reformationsbrötchen verschiedener Bäckergetestet und die Bewertung von deren Qualität über Facebook veröffentlicht. Da haben wir von allen beteiligten Unternehmen am besten abgeschnitten."

"Wir haben in Sachsen und damit auch in der Region Oschatz sowieso ein sehr hohes Niveau, was die Backwaren betrifft. Ich bin froh, dass die Auszeichnung ein Mitglied unserer Innung erhielt. Das zeigt doch, dass Handwerk besser schmeckt als Industrie", sagte gestern Kreisbäckermeister Jens Taube.

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