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Oschatz Die alte ist die neue Blütenkönigin: Laura I. zu Gast in Sornzig
Region Oschatz Die alte ist die neue Blütenkönigin: Laura I. zu Gast in Sornzig
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00:31 09.05.2018
Auftritt der Sächsischen Blütenkönigin Laura I. Quelle: Bärbel Schumann
Sornzig

Souverän und charmant präsentierte sich die 22. Sächsische Blütenkönigin Laura I. alias Laura Kirschner bei ihrer Vorstellung durch den Mügelner Bürgermeister Johannes Ecke und den Vorstandsvorsitzenden des Landesverbandes Sächsisches Obst Gerd Kalbitz am Sonntagnachmittag auf der Bühne im Sornziger Klosterhof vor rund 400 Zuschauern. Am Tag zuvor war der 26-jährigen Zwenkauerin beim Blütenfest in Borthen die Schärpe zum zweiten Mal umgehängt worden.

Laura I. ist bis 2019 dabei

Fünf Bewerbungen für den Wettbewerb „Sächsische Blütenkönigin“ – zwei davon aus der Mügelner Region – lagen zwar vor, aber nur eine Dresdnerin war letztendlich bereit, sich dem Wettbewerb zu stellen. Der Vorstand des Landesverbandes hatte jedoch schon eher beschlossen, dass bei weniger als drei Kandidatinnen auf die öffentliche Wahl verzichtet und die Hoheit des letzten Jahres die Regentschaft für ein weiteres Jahr übernimmt.

Laura Kirschner wird nunmehr, auch auf Grund ihrer hervorragenden Arbeit als 21. Sächsische Blütenkönigin dieses Amt für ein weiteres Jahr ausüben. Ihre Regentschaft verlängert sich bis Mai 2019. „Der Obstbau in Sachsen und in Sachsen-Anhalt ist mir in den vergangenen Monaten sehr ans Herz gewachsen. Ich freue mich riesig auf das zweite Jahr.“

Viele Angebote

Mit einem Kinderfest für die Knirpse der Kita „Kleine Früchtchen“ sowie einem Lampionumzug mit den Dürrweitzschener Spielleuten und buntem Treiben im Klosterhof zu Musik der Gruppe Springfield hatte das dreitägige Fest am Freitag begonnen. Bis in die ersten Stunden des Folgetages hinein wurde im Festzelt auf der House-Party getanzt. Die beiden Folgetage hielten für viele Interessen Angebote bereit: Vorstellung des Projektes Sozialisierte Kunst am Lutherweg – Glaskunst für Sornzig, Flohmarkt auf der Klosterwiese, Frühlingsspaziergang durch die Region mit dem Obstbauverein, Fahrten mit dem Obstlandexpress durch die Plantagen, Blasmusik von den Kemmlitzer Blasmusikanten, Kirchenkonzert mit dem Döllnitztalchor, Spiel- und Bastelspaß, Schaustellerangebote für Kinder sowie Angebote von Vereinen und Händlern.

Künftig nur noch zwei Festtage?

Auch wenn die Sonne schien, nicht alles war Sonnenschein. Während es am Sonntag die richtige Entscheidung war, das Unterhaltungsprogramm auf die kleine Bühne im Klosterhof zu verlegen und so die Besucher zum Verweilen noch mehr zu animieren, so war das Interesse am Sonnabendnachmittag am Gebotenen doch gering. Zudem hatte Stadt-Kulturmanagerin Kerstin Helbig mit kurzfristigen Absagen von Händlern und einem Caterer zu kämpfen. Hut ab vor ihr und den anderen Heinzelmännchen vor Ort, dass dies kaum auffiel. Dennoch tut sich bei vielen Besuchern die Frage auf, ob statt der drei auch zwei Festtage reichen würden. Fest steht jedoch vor allem für die Einwohner: Traditionen müssen bewahrt werden. Nicht umsonst stellen sich viele Sornziger für ihre Vereine hinter die Tresen der Verkaufsstände oder sind in die Organisation des Blütenfestes involviert. Mal sehen, was das Nachdenken über das Fest, wie es Bürgermeister Johannes Ecke am Sonntagnachmittag bezeichnete, bringen wird. 2019, wenn in Sornzig wieder die Blütenköniginnenwahl stattfinden wird, zeigt sich, was es gebracht hat.

Von Bärbel Schumann

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