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Oschatz Die größte Baustelle in Oschatz: Jetzt startet die konstruktive Platsch-Phase
Region Oschatz Die größte Baustelle in Oschatz: Jetzt startet die konstruktive Platsch-Phase
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06:06 16.04.2019
Die beiden Platschgeschäftsführer auf der Baustelle – Jörg Bringewald und Uta Moritz betrachten die geöffnete Fassade des Gebäudes. Quelle: Fotos: Hagen Rösner
Oschatz

Normalerweise herrschen im Oschatzer Platsch mollige Temperaturen. Doch wer dieser Tage das Areal des Freizeitbades besucht, dem weht ein kalter Ostwind entgegen. Ein großer Kran auf dem Gelände zeigt an, dass sich hier eine Baustelle befindet, genau genommen die größte Baustelle der Stadt. Nach der kontroversen Namenssuche für das Bad und dem Start der Abrissarbeiten im vergangenen Jahr war es um die Baustelle ruhig geworden.

Fundamente für Kegelbahn gegossen

Jetzt haben die beiden Geschäftsführer der Oschatzer Freizeitstätten Uta Moriz und Jörg Bringewald auf die Baustelle eingeladen, um zu zeigen, wie sich das Bad in den zurückliegenden Wochen verändert hat. Ein Teil der großen Glasfassade ist demontiert, im Boden vor dem Gebäude werden Fundamente vorbereitet, Stahlflechter sind dabei, die Bewehrungen fertig zustellen und im ehemaligen Becken sind Mitarbeiter beschäftigt, eine Bohrung durch den Beckenboden zu führen, um dort Leitungen durchzulegen. Außerdem gibt es noch Rückbauarbeiten an der Heizungsanlage sowie an der Anlage für die Badewassertechnik. „Inzwischen befinden wir uns aber schon wieder in der konstruktiven Phase des Umbaus. Ein großer Teil der Abriss- und Demontagearbeiten ist gelaufen. Jetzt wird wieder aufgebaut“, sagt Jörg Bringewald, der nicht nur Beigeordneter des Oschatzer Bürgermeisters ist, sondern auch einer der beiden Geschäftsführer der Oschatzer Freizeitstätten GmbH.

Gesamtkosten reichlich sechs Millionen Euro

„Wir sind jetzt aktuell in den nächsten Ausschreibungen. Wir werden innerhalb der nächsten zwei Wochen Aufträge für etwa 50 Prozent der Baukosten vergeben“, sagt Bringewald. Zurzeit sind Heizung, Sanitär und Außenanlagen, Gerüst- und Stahlbau in der Ausschreibung. Vergeben sind schon Rohbau, Badewassertechnik sowie Elektro und Lüftung.

Das Fundament für die Kegelanlage. Quelle: Hagen Rösner

Für den Umbau des Platsches hat die Stadt Bewilligungen für einen Gesamtbauumfang von reichlich sechs Millionen Euro. Die Fördersumme von Bund und Land für das Oschatzer Vorhaben liegt bei knapp 4,8 Millionen Euro. Im Rahmen der Vergabe muss die Stadt immer wieder mit extremen Preischwankungen bei den Angeboten kämpfen. Diese können innerhalb eines Ausschreibungsloses erheblich differieren. „Wir werden nach der Hälfte eine Zwischenbilanz ziehen, um zu schauen, wo wir finanziell stehen“, so Jörg Bringewald.

Freibad bleibt diesen Sommer geschlossen

Derzeit wird der Fundamentbereich für die neue Kegelbahn gebaut und im alten Nichtschwimmerbecken werden die Fundamentarbeiten vorbereitet.

Geplant ist auch die Gestaltung der Außenanlagen. „Dies ist für uns ein Grund, warum wir in diesem Jahr das Freibad am Platsch nicht öffnen werden, weil die Baubeeinträchtigung so groß ist, dass man bei einem Besuch des Bades nicht von Erholung sprechen kann“, so Geschäftsführerin Uta Moritz. „Nach dem derzeitigen Stand hoffen wir, dass wir im Bauzeitplan bleiben und in knapp einem Jahr das neue Platsch eröffnen werden“, sagt Jörg Bringewald. Er warnt übrigens potenzielle Besucher davor, die Baustelle zu betreten. „Die Baustelle ist alarm- und videoüberwacht und außerdem ist es unheimlich gefährlich, sich hier unkontrolliert zu bewegen.“

Von Hagen Rösner

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