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Diebe stehlen Blumen vom Oschatzer Friedhof

Friedhof Diebe stehlen Blumen vom Oschatzer Friedhof

Der Oschatzer Friedhof ist ein Schmuckstück. Auch die Friedhofskirche zeigt sich saniert. Mit dem Wegebau und der Erneuerung der Mauer wurden vorerst die letzten großen Baumaßnahmen umgesetzt. Leider aber kommt es immer wieder einmal zu Diebstählen von Gräbern. Das ist nicht nur eine Straftat schlechthin. Damit wird auch die Totenruhe missachtet.

Diebe lassen Blumen vom Friedhof mitgehen.

Quelle: LVZ

Oschatz. Manche Leute gehen mit einem mulmigen Gefühl zu ihren verstorbenen Angehörigen auf den Friedhof. Das sind diejenigen, denen es schon passiert ist, das Blumen oder Gegenstände vom Grab oder den Gemeinschaftsanlagen gestohlen wurden. Trotzdem: Frühling ist die Zeit, die Gräber auf den Friedhöfen für die Saison vorzubereiten – Erdreich zu erneuern, Steine zu waschen oder neu aufzubringen, zu pflanzen, zu schneiden und – wenn notwendig – die Schrift auf dem Grabstein oder dem Kreuz frisch nachzuziehen.

Leider jedoch gibt es auf dem Friedhof auch Vorkommnisse, die mit gesundem Menschenverstand nicht zu fassen sind. Es geht um Diebstähle von Blumen, Pflanzschalen oder Figuren, was immer wieder vorkommt.

Diebe werden selten ermittelt

Das bestätigt auch Evelyne Ertel aus der Stadtverwaltung: „Es hat in den letzten Jahren Diebstähle von Blumen oder Pflanzschalen gegeben. Den Verursacher zu ermitteln, gestaltet sich schwierig. Betrüblich dabei ist, dass die Totenruhe nicht respektiert wird und für die Menschen und Angehörigen, die sich um die letzte Ruhestätte ihrer Lieben kümmern, ist es ein Schock.“ Dass Diebstähle auf dem Friedhof angezeigt werden, bestätigt Revierleiter Jan Müller. „Derzeit allerdings nicht all zu oft“, sagte er. Aber die Saison beginne auch erst.

Dabei sehen Angehörige und Besucher, dass der gesamte Friedhof mit seinen 3,5 Hektar Größe samt Friedhofskirche ein Schmuckstück ist. Übrigens: Zurzeit gibt es 1977 Urnengräber und 1542 so genannte Erdwahlgräber.

„Die Vergabe von Grablagen ist eine hoheitliche Aufgabe, für die wir als Stadt zuständig sind. Die Trauerhilfe Wünsche und das Bestattungshaus Nöbel sind unsere Bestatter hier vor Ort. Sie führen alle im Zusammenhang mit einer Beisetzung einhergehenden Leistungen durch, unter anderem auch notwendige Behördengänge.“ Wer es wünscht, könne auch die Grabpflege in Auftrag geben.

Wegebau ist abgeschlossen

Größere bauliche Maßnahmen seien nicht mehr geplant. „Der Wegebau, die Sanierung der Friedhofsmauer und die Herstellung der Containerstellplätze für die Abfälle sind abgeschlossen“, so Evelyne Ertel. Entsprechend der Friedhofsbenutzungsordnung seien Hunde auf dem Terrain erlaubt, „allerdings sind diese anzuleinen“. Was in der Stadt ab und an zu Problemen führe, sei auf dem städtischen Friedhof kein Thema.

Wissen sollten die Bürger, dass die anonymen Gemeinschaftsgrabanlagen von der Stadt unterhalten werden, die teilanonymen von den Bestattern. „Die Besetzung in der Gemeinschaftgrabanlage der Stadt kostet 1104 Euro ohne Trauerfeier. Die Kosten der Beisetzungen in einer teilanonymen Anlage (mit Namensnennung) sind bei dem jeweiligen Bestatter zu erfragen. Hinzu kommen noch die an die Stadt zu zahlenden Gebühren.“ Die Gebühren für die einzelnen Grabstätten sowie die Friedhofsunterhaltungsgebühr regele die Friedhofsgebührensatzung der Stadt. Sie appelliert auch an die Bürger, dass Fahrradfahren hier verboten ist. „Eine Unsitte, über die sich viele Besucher ärgern.“

Von Gabi Liebegall

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