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Döbelner Handball: Neuer Trainer, kleiner Kader

Döbelner Handball: Neuer Trainer, kleiner Kader

Die zurückliegende Saison in der Sachsenliga war für die Männer der HSG Neudorf-Döbeln nicht ganz das, was man sich im Vorfeld vielleicht erhofft hatte.

Döbeln.

 

 

 

 

Obwohl es Sven Kretzschmar als Trainer gelungen ist, die Männer der HSG Neudorf-Döbeln in der Sachsenliga zu halten, soll es in der kommenden Saison ein neuer Mann richten. Der 32-jährige Marcus Uhlig aus Leipzig hat das Traineramt übernommen, während Kretzschmar als Verantwortlicher in den Nachwuchsbereich des Vereins wechselt. Obwohl Uhlig nicht älter als sein Vorgänger Kretzschmar ist, setzt der Vereinsvorstand auf seine größere Erfahrung. Uhlig war in der Vergangenheit als Schiedsrichter aktiv, pfiff bis zur 2. Bundesliga, bevor er sich aus dem Schiedsrichterwesen zurückzog und anfing, als Trainer zu arbeiten. Vier Jahre lang trainierte der 32-Jährige Verbandsligist TuS Mockau, danach Verbandsligaaufsteiger Lok Mitte Leipzig, die er auf Platz vier führte.

Uhlig gilt als engagiert, soll neue Ideen in den Sachsenliga-Handball der Muldestadt einbringen. "Er kann außerdem gut reden und passt vom Charakter her zu uns", sagt Heiko Störr, sportlicher Leiter der HSG Neudorf-Döbeln. Die Anfrage der Döbelner beantwortete Uhlig schnell positiv und trainiert schon seit Juli vor allem im konditionellen Bereich mit der Mannschaft.

Die geht ab nächster Woche dann zum Training in die Halle und - wird keinesfalls wieder 14 Spieler im Kader haben. Das liegt einerseits daran, dass fünf Leute das Team verlassen haben. Andererseits sieht es auf dem regionalen Spielermarkt schlichtweg mau aus.

Enrico Henoch hat die HSG aus beruflichen Gründen gen Leipzig verlassen, Danny Weber ist ebenfalls in die Messestadt gewechselt. Toni Seefeld spielt jetzt in Oschatz, der zuletzt wieder aktivierte Andre Richter hat seine Karriere - nach eigener Aussage nun endgültig - beendet. Auch der Weggang von Rico Fritzsche schmerzt die Neudorf-Döbelner - er ist zurück zum VfL Waldheim.

Den Abgängen gegenüber stehen bis dato zwei Neuverpflichtungen, die bereits in Sack und Tüten sind: Der Leipziger Steve Böttger, der zuletzt in Flöha gespielt hat und Torschützenkönig der Verbandsliga West geworden ist, hat genauso unterschrieben wie Jens Schulz, der bereits für die HSG gespielt hat und nun aus Riesa zurückkehrt. "Mit vier weiteren Spielern sind wir noch im Gespräch", so Störr, "sie halten sich noch bedeckt." Abhängig sind mögliche Zusagen wohl auch davon, mit "wieviel Geld die großen Vereine um sich werfen." Definitiv werden keine 14 Spieler im Kader stehen, "wir wollen uns lieber qualitativ verstärken". Allein das dürfte schwer genug sein.

Für die Neudorf-Döbelner gibt es unter den gegebenen Voraussetzungen also auch in der neuen Saison ein vorrangiges Ziel: Den Klassenerhalt. Aber, und das betont Heiko Störr: "Die Spiele sollen wieder schöner werden, wir erwarten mehr Einsatz." Verlieren könne man immer, doch es komme immer darauf an, wie.

M. Engelmann

Mit einem Sieg in Riesa Happy End im Abstiegskrimi geschrieben

In der zurückliegenden Saison kämpfte die HSG mehr oder minder von Beginn an um den Klassenerhalt. Andere hatten damit weniger Probleme. Eine recht dominante Rolle spielte der HC Einheit Plauen (1./39:5). Die Mannschaft erspielte sich souverän den Aufstieg in die Mitteldeutsche Liga und distanzierte die Verfolger mit sage und schreibe fünf Punkten Unterschied. Damit zeigten die Plauener eine imposante Reaktion auf ihre doch etwas missglückte Vorsaison, in der man am Ende nur den dritten Platz belegte. Hinter den Plauenern kamen mit der DHfK Leipzig/NHV Delitzsch (2./34:10) und dem ZHC Grubenlampe Zwickau (3./34:10) zwei Mannschaften punktgleich ein. Die Spielgemeinschaft von Leipzig/Delitzsch kann mit dem Abschneiden zufrieden sein. Die Mannschaft verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr immerhin um vier Plätze. Die Zwickauer hingegen bestätigten ihre Leistungen aus der letzten Saison, als man ja bekanntlich als Aufsteiger für Furore sorgte. Die Mannschaft hat sich zu einer festen Größe in der Liga etabliert.

Vierter wurde der HVH Kamenz (4./28:16), der eine mächtige Steigerung hinlegte. Die Mannschaft spielte eine souveräne Saison und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um vier Tabellenplätze. Hinter den Kamenzern klafft dann schon eine Lücke von satten fünf Punkten. Dort kam auch gleich der Aufsteiger LVB Leipzig II (5./23:21) ein. Für die Leipziger ein starker Auftritt, den man da als Neuling belegte. Punktgleich auf dem sechsten Tabellenrang sieht man den SV Coweg Görlitz (6./23:21). Die Görlitzer konnten zwar die vierte Platzierung aus der Vorsaison nicht bestätigen, landeten aber dennoch souverän im vorderen Drittel der Tabelle. Nach den Görlitzern kämpften gleich drei Mannschaften um den siebenten Tabellenrang. Mit Aufsteiger Motor Cunewalde (7./17:27), HSV Dresden (8./17:27) und dem Zwönitzer HSV (9./17:27) kamen gleich drei Teams punktgleich über die Ziellinie. Am ehesten wird wohl die SG Cunewalde mit ihrem Abschneiden zufrieden sein. Als Neuling hatte sie nichts mit dem Abstieg zu tun. Der HSV Dresden hingegen wäre schon gern weiter vorn eingekommen, doch letzten Endes war die Mannschaft im gesamten Saisonverlauf nicht stabil genug. Die Zwönitzer spielten eine ähnlich durchwachsene Saison wie im Vorjahr und landeten unspektakulär auf dem neunten Tabellenplatz ohne jegliche Abstiegsnot.

Einen Abstiegskrimi lieferten sich die Männer der HSG Neudorf-Döbeln (10./14:30) sowie EHV Aue II (11./ 9:35) und der SC Riesa (12./9:35). Am Ende gelang es der HSG Neudorf-Döbeln mit einem Sieg in Riesa, sich den entscheidenden Vorteil im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen.

Absteiger ist letztlich der SC Riesa, wobei der EHV Aue II noch einmal mit einem blauen Auge davon kam. Die Erzgebirgler konnten sich in der Relegation den Sachsenliga-Klassenerhalt sichern. Vervollständigt wird die neue Sachsenliga durch die Mannschaften des TSV Radeburg sowie des SV Plauen-Oberlosa. Beide Teams setzten sich souverän mit großem Vorsprung in den jeweiligen Verbandsligen durch. FH

1. HC Einheit Plauen 652:509 143 39:5

2. SG DHfK Leipzig/ NHV Delitzsch653:550 103 34:10

3. ZHC Grubenlampe642:546 96 34:10

4. HVH Kamenz 682:673 9 28:16

5. SG LVB Leipzig II (N)583:613 -30 23:21

6. SV Koweg Görlitz653:621 32 23:21

7. SG Motor Cunewalde (N)624:652 -28 17:27

8. HSV Dresden562:602 -40 17:27

9. Zwönitzer HSV 1928591:646 -55 17:27

10. HSG Neudorf/Döbeln641:696 -55 14:30

11. EHV Aue II (JT)566:652 -86 9:35

12. SC Riesa552:641 -89 9:35

 

 

 

HSG Neudorf-Döbeln - Platz 11 von 12

 

Zwei-Minuten-Strafen Spieler103

Disqualifikation Spieler15

Disqualifikation Spieler mit Bericht1

Verwarnung Bank7

Zwei-Minuten-Strafe Bank3

Disqualifikation Bank0

Verlängerung der Sperre VSpG0

selbstverschuldetes Nichtantreten0

verschuldeter Spielabbruch0

Disqualifikation mit Schiedsrichter-Beleidigung0

 

 

 

HSG Neudorf-Döbeln - Platz 4 von 12

Erhalten: 109

Verwandelt: 84

77,1 Prozent verwandelt

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Landkreis: Nordsachsen

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