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Döllnitzbahn dampft zur Kleinen Gartenschau nach Oschatz

Veranstaltung Döllnitzbahn dampft zur Kleinen Gartenschau nach Oschatz

Die Landesgartenschau 2006 in Oschatz war auch ein Fest für Eisenbahnfreunde. Dampfsonderzüge zwischen dem „großen“ Bahnhof und dem Sudbahnhof am Gartenschaugelände zogen auch Besucher an, die weniger auf Blumen und Volksmusik standen. Zur Kleinen Gartenschau wird der Wilde Robert ebenfalls wieder als Zubringer mit Denkmalcharakter im Einsatz sein.

Der VT 137 322 pendelte bereits zum Landeserntedankfest 2008 in Oschatz vom großen Bahnhof zum Bahnhof Oschatz-Süd.

Quelle: Axel Kaminski

Oschatz. Die Landesgartenschau 2006 in Oschatz war auch ein Fest für Eisenbahnfreunde. Dampfsonderzüge zwischen dem „großen“ Bahnhof und dem Südbahnhof am Gartenschaugelände zogen ebenso Besucher an, wie Blumen und Volksmusik und Schlager. Zur Kleinen Gartenschau wird der Wilde Robert ebenfalls wieder als Zubringer mit Denkmalcharakter im Einsatz sein.

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Zur Kleinen Gartenschau in Oschatz bietet die Döllnitzbahn einen verstärkten Verkehr zwischen Oschatz und Mügeln an. Neben einer Dampf- und einer Diesellok der Döllnitzbahn kommt dabei auch ein Dieseltriebwagen, der extra von Zittau nach Oschatz überführt wird, zum Einsatz.

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Die Döllnitzbahn setzt bei diesem Fest, das am Donnerstag, dem 2. Juni feierlich eröffnet wird, drei Züge ein: einen mit Dampflok, einen mit Diesellok und den in Zittau beheimateten Diesel-Triebwagen 137 322. „Wir fahren mit diesem Angebot ab Freitagnachmittag bis zum Ende der Veranstaltung am Sonntag, gegen 18 Uhr“, erläutert Eisenbahnbetriebsleiter Lutz Haschke. Darüber hinaus werde man zur Eröffnungsveranstaltung eine Verbindung vom Hauptbahnhof zum Bahnhof Oschatz-Süd anbieten. Ein weiteres Angebot werde nicht im Fahrplan stehen, aber den Schulen unterbreitet. „Wenn Schulklassen aus Mügeln, Naundorf oder Oschatz das ’Grüne Klassenzimmer’ auf dem Gartenschaugelände nutzen und dazu mit der Döllnitzbahn anreisen wollen, finden wir dafür einen Weg“, unterstrich Lutz Haschke.

Der Drei-Zug-Betrieb führe dazu, dass zwischen Hauptbahnhof und Gartenschau ein Stundentakt bestehen werde. Damit werde zu allen Ankünften des Regionalexpresses „Saxonia“ in Oschatz ein Anschluss mit kurzer Übergangszeit zum Schmalspurzug zur Kleinen Gartenschau bestehen.

Prinzipiell sei es so gedacht, dass die im „normalen“ Fahrplan ausgewiesenen Verbindungen abgesichert werden. Diesellok und Dampflok würden abwechselnd von Oschatz nach Mügeln und zurück fahren. Aufgrund des dichten Taktes sei es aber nicht möglich, während der Veranstaltung den Abschnitt zwischen Mügeln und Glossen zu bedienen. Der Zittauer Dieseltriebwagen werde vorwiegend zwischen dem Haupt- und dem Südbahnhof pendeln. Der Einsatz von drei Zügen werde dazu führen, dass Fotografen und Eisenbahnfans die seltene Gelegenheit bekommen, Zugkreuzungen zu sehen. „Diese wird es mehrmals in Naundorf und noch häufiger am Südbahnhof geben“, erläuterte Lutz Haschke.

Der geplante Zugverkehr bietet aus Haschkes Sicht die Möglichkeit, mit relativ wenig Aufwand viel Verkehr aufs schmale Gleis zu holen. Ob dieses Angebot auf Gegenliebe stoßen wird, stehe auf einem anderen Blatt: „Bei solchen Großveranstaltungen rechnet man ohnehin nur mit einem Anteil von zehn Prozent der Besucher, die den öffentlichen Nahverkehr zur An- und Abreise nutzen“. Mit deutlich über 2000 Fahrgästen bei der ersten Kleinen Gartenschau vor fünf Jahren habe man sich in diesem Rahmen bewegt. Andererseits werde es wieder große Parkplätze dicht am Festgelände geben. Für welches Verkehrsmittel sich die Besucher entscheiden, ist auch eine Frage des Preises. Sicher ist, dass es keine Tickets geben wird, die Eintritt und Bahnfahrkarte kombinieren – der Eintritt zu Kleinen Gartenschau ist kostenlos. „Das Sachsenticket und die Tickets des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes werden ohne Zuschlag zwischen Hauptbahnhof und Oschatz-Süd gültig sein – egal, ob da eine Dampf- oder eine Diesellok den Zug zieht, in der die Fahrgäste von der Normalspur umsteigen“, erläutert Lutz Haschke.

Für die Döllnitzbahn bedeutet die Kleine Gartenschau einen hohen Personalaufwand. Urlaub werde es in dieser Zeit nicht geben. Dazu werden die Mitglieder des Fördervereines im Einsatz sein. Außerdem werde man von der Zittauer Schmalspurbahn, mit der man bereits eine gemeinsame Eisenbahnbetriebsleitung hat, mit Personal unterstützt. „Die Kollegen freuen sich schon darauf, mit ihrem Triebwagen mal in einer anderen Umgebung – auch mal mitten durch die Stadt – zu fahren“, hat Lutz Haschke schon von den Mitarbeitern aus Ostsachsen gehört..

Von Axel Kaminski

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