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Doktoren aus Ungarn?

Doktoren aus Ungarn?

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen sieht die hausärztliche Versorgung im ländlichen Bereich weiter in Gefahr. "Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen", berichtete der Vorsitzende Dr. Klaus Heckemann Ende Januar in einem Rundschreiben.

Mit einem neuen Projekt will die Organisation jetzt diesem Trend entgegenwirken.

 

Bis vor wenigen Tagen hat die Kassenärztliche Vereinigung auch an den Oschatzer Gymnasien nach Absolventen gesucht, die zwar nicht die Anforderungen an ein Medizinstudium in Deutschland erfüllen, aber bereit sind, in Ungarn eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren. Dort gelten nicht die strengen Zugangsregelungen des Numerus Clausus. Das sächsische Modellprojekt trägt den Namen "Studieren in Europa - Zukunft in Sachsen". Zum Studienbeginn im vergangenen Jahr wurden bereits 20 Studenten nach Ungarn geschickt. In diesem Jahr sollen zum neuen Studienjahresbeginn weitere 20 Studenten aus dem Freistaat folgen. Eine kurzfristige Linderung des Hausärztemangels in der Oschatzer Region ist dadurch nicht in Sicht. Dr. Axel Feyer, Hausarzt in Oschatz, skizziert den Trend der vergangenen vier Jahre: "Es sind weitere Ärzte in den Ruhestand gegange ohne dass es dafür einen nennenswerten Ausgleich gegeben hat." Dabei sind die Allgemeinmediziner im ländlichen Bereich Sachsens stärker beansprucht als in den drei Metropolen. Zwei Unterschiede sieht Feyer als gravierend an. "Aus statistischer Sicht versorgen wir Ärzte auf dem Land doppelt so viele Einwohner wie in der Stadt und dann schlägt noch die Bevölkerungsentwicklung zu Buche." Auf Grund des höheren Altersdurchschnitts der Landbevölkerung ist die Erkrankungshäufigkeit größer.

 

Ob die 40 sächsischen Studenten in Ungarn die Misere beheben, ist ungewiss. Dem großen Klagen über das Fehlen von Hausärzten auf dem Land will Dr. Axel Feyer Optimismus entgegenstellen. "Wenn derzeit über Hausärzte gesprochen wird, dann ist oft ein großes Jammern zu hören. Ich sehe es anders. Mein Beruf ist vielfältig, abwechslungsreich. Ich kann selbstbestimmt arbeiten und ich habe ein akzeptables Einkommen. Gelingt es uns, dies den hiesigen Medizinstudenten zu vermitteln, dann wird es uns hier nicht an Ärzten fehlen."

Hagen Rösner

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