Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Doppelflinten aus den Händen der Volkspolizei
Region Oschatz Doppelflinten aus den Händen der Volkspolizei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:38 02.09.2013

Nichtderbholz wurde zu Siedlermaterial verarbeitet. Im Folgejahr stieg das Rohholzaufkommen fast auf das Doppelte. In dieser Zeit hatte der Forst selbst noch keine Kapazitäten für die Holzabfuhr.

Als Reaktion auf die Ereignisse um den 17. Juni 1953 forderte im Mai 1954 das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft der DDR von den Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieben, für eine Milliarde Mark Massenbedarfsgüter über den Plan herzustellen. Jagdliche Aufgaben erfüllten Jagdkommandos und die teilnehmenden Jäger erhielten stundenweise Doppelflinten aus den Händen von Angehörigen der Volkspolizei. Der Abschlussvorschlag für das Jahr 1955 weist bei Rotwild 18 Stück, Rehwild 106 Stück, Schwarzwild 46 Stück und 730 Hasen auf. Der geringe Schwarzwildbestand machte es möglich, dass bis in die 1960er Jahre auf den Waldfeldbauflächen im Wald (ohne Zäunung) Kartoffeln angebaut wurden. Gerb-Rinde wurde nur noch bis 1959 gewonnen.

Die früheste Angabe zur Ausrüstung im Holzeinschlag entstammt dem Jahr 1959. Danach wurde der Einschlag noch zum großen Teil mit Schrotsägen erledigt. Der StFB besaß insgesamt nur elf Zweimann-Motorkettensägen (Vorkriegsmodell Faun) und vier Einmannkettensägen ES 35 aus DDR-Produktion. Deshalb wurde die Methode des motormechanischen Vorfällens zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität und Reduzierung der reinen Handarbeit beim Fällen forciert. Diese Methode bestand darin, dass die Motorsägen vorwiegend für den Fäll- und Trennschnitt zum Einsatz kamen, das Entasten als reine Handarbeit weiterhin mit Äxten erfolgte. Fortsetzung folgt

Eckhard Riedel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

1791 hieß der Ort noch Naundorf bey Casabra. 1806 brannte in Naundorf das Hufengut Haus Nr. 12, am Montag, dem 13. Oktober, des selben Jahres abends um 7 Uhr ein Hufengut und ein Halbhufengut Nr.

02.09.2013

Es gab viel zu schauen am vergangenen Wochenende am Himmel über Oschatz. Der Fliegerclub holte sein wegen des Juni-Hochwassers verschobenes Fliegerfest nach und hatte dafür eine Kunstfliegerin eingeladen.

01.09.2013

Großböhla. Mit der Mittagsruhe war es am Sonnabend in Großböhla um 12.45 Uhr vorbei. Dann heulte die Sirene im Ort und von der Rettungsleitstelle aus wurde eine Alarmierungskette in Gang gesetzt.

01.09.2013
Anzeige