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Doppelflinten aus den Händen der Volkspolizei

Doppelflinten aus den Händen der Volkspolizei

Im ersten Jahr des neu gebildeten StFB Oschatz in Wermsdorf, wurden annähern 50 000 Kubikmeter Rohholz eingeschlagen, die Harzgewinnung lag bei 125 Tonnen, Gerb-Rinde Fichte 122 Tonnen und genauso viel auch Korbweidenmaterial - also eine durchschnittlich forsttypische Produktion.

Nichtderbholz wurde zu Siedlermaterial verarbeitet. Im Folgejahr stieg das Rohholzaufkommen fast auf das Doppelte. In dieser Zeit hatte der Forst selbst noch keine Kapazitäten für die Holzabfuhr.

 

Als Reaktion auf die Ereignisse um den 17. Juni 1953 forderte im Mai 1954 das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft der DDR von den Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieben, für eine Milliarde Mark Massenbedarfsgüter über den Plan herzustellen. Jagdliche Aufgaben erfüllten Jagdkommandos und die teilnehmenden Jäger erhielten stundenweise Doppelflinten aus den Händen von Angehörigen der Volkspolizei. Der Abschlussvorschlag für das Jahr 1955 weist bei Rotwild 18 Stück, Rehwild 106 Stück, Schwarzwild 46 Stück und 730 Hasen auf. Der geringe Schwarzwildbestand machte es möglich, dass bis in die 1960er Jahre auf den Waldfeldbauflächen im Wald (ohne Zäunung) Kartoffeln angebaut wurden. Gerb-Rinde wurde nur noch bis 1959 gewonnen.

 

Die früheste Angabe zur Ausrüstung im Holzeinschlag entstammt dem Jahr 1959. Danach wurde der Einschlag noch zum großen Teil mit Schrotsägen erledigt. Der StFB besaß insgesamt nur elf Zweimann-Motorkettensägen (Vorkriegsmodell Faun) und vier Einmannkettensägen ES 35 aus DDR-Produktion. Deshalb wurde die Methode des motormechanischen Vorfällens zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität und Reduzierung der reinen Handarbeit beim Fällen forciert. Diese Methode bestand darin, dass die Motorsägen vorwiegend für den Fäll- und Trennschnitt zum Einsatz kamen, das Entasten als reine Handarbeit weiterhin mit Äxten erfolgte. Fortsetzung folgt

Eckhard Riedel

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