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Dorfteich in Bortewitz trocknet aus - die Fische sterben

Dorfteich in Bortewitz trocknet aus - die Fische sterben

Einen traurigen Anblick bietet derzeit der Dorfteich in Bortewitz. Nachdem der Wasserstand immer weiter gesunken war, ist das Gewässer jetzt ausgetrocknet, in den letzten verbliebenen Pfützen sammelten sich Fische an, und die meisten Tiere sind mittlerweile verendet.

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Ungewohntes Bild: Der Dorfteich in Bortwitz ist nahezu komplett leer. Warum das Gewässer so ausgetrocknet ist, soll jetzt geklärt werden.

Quelle: Dirk Hunger

Die jüngsten Schauer waren nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. "Dass der Teich so austrocknet habe ich noch nicht erlebt und selbst alteingesessene Bortewitzer haben mir erzählt, dass so etwas bisher noch nie passiert ist", sagt Dahlens Bürgermeister Matthias Löwe (WHD).

 

Ein kleiner Bach sorge normalerweise für einen steten Zulauf - jetzt allerdings nicht mehr. "Es gab keinen Winter und auch bisher im Jahr viel zu wenig Regen, der Wasser aus den Wäldern und von den Feldern mitgebracht hätte. Auch anderswo im Kreisgebiet sind deshalb schon Teiche ausgetrocknet", beschreibt Löwe.

 

Er sei gerade dabei, mit Vertretern des Abwasserzweckverbandes und aus der Wasserbehörde nach weiteren Ursachen für das Versiegen des Gewässers zu suchen. Möglicherweise habe der Kanalbau im Ort und die Einleitung hinter der Ortslage Richtung Börln auch damit zu tun - in Börln selbst etwa sei der Schlossteich noch voller Wasser. "Aber das ist alles noch Spekulation, wir müssen das jetzt genau klären", sagte er.

 

Eine Lösung müsse auch deshalb her, weil der Bortewitzer Dorfteich schließlich Löschwasserreservoir für die Feuerwehr ist. Darüber hinaus werde dieser weder verpachtet noch bewirtschaftet. "Die Fische, die man jetzt dort sieht, sind entweder durch den Zulauf auf natürlichem Wege in den Teich gekommen oder wurden von jemand, der seine Goldfische loswerden wollte, eingesetzt", vermutet der Bürgermeister. Geangelt werde dort jedenfalls nicht.

 

Die Diskussionen der vergangenen Tage, dass man die Tiere hätte retten können, wäre der Teich befüllt worden, kennt Matthias Löwe. Eine praktikable Idee sei das allerdings nicht. "Ein paar Tausend Liter Wasser versickern erst einmal nur im Schlamm. Dort könnte man Kubikmeter um Kubikmeter reinpumpen, ohne dass man etwas davon sieht", fügt er hinzu. Bevor man nicht genau wisse, warum der Dorfteich ausgetrocknet ist, könne man auch keine wirksamen Maßnahmen ergreifen.

 

© Kommentar

Jana Brechlin

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