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Oschatz Dreharbeiten für Dokumentation
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17:50 30.05.2014
Mügeln

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1883 wird der erste Schienenstrang verlegt, bevor die Bahn ein Jahr später ihren Betrieb aufnimmt.

Nur eine Szene, die jetzt Mitglieder des Heimat- und Traditionsvereines Mahlis nachempfinden und mit der Kamera festhalten. Anlass ist das 130-jährige Bestehen der Kleinbahn in diesem Jahr. Das soll im September mit einer Festveranstaltung im Oschatzer Thomas-Müntzer-Haus gewürdigt werden.

"Wir sind von Denise Zwicker von der Döllnitzbahn angesprochen worden, ob wir für dieses Jubiläum im September darstellerisch etwas beitragen könnten", sagt Lars Hoschkara, Mitglied im Vorstand des Heimat- und Traditionsvereines Mahlis. Die Heimatfreunde haben sich mittlerweile mit ihrer jährlichen Aufführung eines Weihnachtsmärchens einen Namen gemacht.

"Im Gespräch entstand dann die Idee, an Stelle einer einmaligen Aufführung doch lieber etwas Dauerhaftes für die Zukunft zu dokumentieren", so Hoschkara. Mitwirkende sind die Vereinsmitglieder selbst, die mit großem Eifer ans Werk gehen. "Alle Mitwirkenden sind Laiendarsteller. Wir haben noch bis Mitte August Drehtage. Die können sich immer von Freitagabend bis Sonntag hinziehen", klärt Hoschkara weiter auf. Ist am Ende alles im Kasten, soll das Rohmaterial anschließend zusammengeschnitten werden.

Insgesamt 15 Akteure seien direkt oder indirekt an dem historischen Film über die Döllnitzbahn und ihre Entwicklung beteiligt. Unterstützung bekommen die Mahliser vom Mügelner Leiter des Stadtmuseums Andreas Lobe. "Er stellt uns uneigennützig alle möglichen Requisiten zur Verfügung. Auch Ulf Müller aus Mahlis hilft uns - zum Beispiel mit historischen Hosenträgern", sagt Hoschkara. Er möchte aber auch nicht unerwähnt lassen, dass der Oschatzer Jens Zitzmann, ein freiberuflicher Kameramann, ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht und seine Kamera leihweise zur Verfügung stellt.

Vom Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum stammt eine Pickelhaube, die zum Beispiel für eine Szene benötigt wird, in der der sächsische König Friedrich August III. 1905 mit der Bahn von Oschatz kommend nach Mügeln fuhr. Dort legte er eine kurze Pause ein und setzte seine Reise schließlich in Richtung Wermsdorf fort.

Eine Rolle in dem 20- bis 30minütigen Film soll auch die Inflation zu jener Zeit spielen, als man für ein Brot zum Beispiel im Jahr 1923 fast 690 Millionen Reichsmark hinblättern musste.

Während sich die Mahliser Akteure ausschließlich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit an dem Projekt beteiligen, übernimmt die Döllnitzbahn laut Hoschkara die anfallenden Unkosten.

Heinz Großnick

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